Archiv des Monats: Juli 2007

Kinowunder des letzten Jahrtausends (18)

Bei Google Video habe ich einen Film von Fritz Lang, einem sehr erfolgreichen österreichisch-amerikanischen Filmregisseurs entdeckt. Nachdem ich schon Ausschnitte aus Dr. Mabuse gesehen haben, die insgesamt verwirrlich waren, dachte ich, dass ich den Filmer gerne noch von anderen Seiten kennenlernen möchte. Vielleicht gewöhnt man sich auch an die Art des Films?Aber es ist wohl nicht nur der Film Dr. Mabuse, der insgesamt eher befremdend auf mich gewirkt hat, sondern die Art des Films, wie er in den 20er/30er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr erfolgreich war. Langsamere Bildsequenzen, Schwarzweiss-Streifen, Stummfilm und noch vieles mehr. Das einzige, was ich aus dieser Zeit kannte waren wohl die Charlie Chaplin Filme, die mir sehr gut gefallen.Hier aber noch der Film »Eine Stadt sucht einen Mörder«. Viel Spass damit!

Literaturwissenschaft und Unterhaltung

Den Bock hat die Stadtbibliothek Winterthur abgeschossen: Seit wann ist Literaturwissenschaft denn Unterhaltung? Neuerdings sind die Stockwerke neu angeschrieben und seit dies so ist, gehört die Literaturwissenschaft zum »Fachgebiet« Unterhaltung.

Klar, manchmal ist es schon sehr amüsant und unterhaltend, was Literaturwissenschaftler schreiben und über Bücher so preisgeben. Zum Glück weiss ich jetzt, dass ich Unterhaltung studiere!

Alles neu bei der NZZ

Die NZZ hat sich zum langjährigen Online-Bestehen ein Geschenk gemacht: Ein frisches und zeitgemässes Design (falls ich denn überhaupt berechtigt bin, dies zu beurteilen) präsentiert die Artikel zum Lesen. Das Design erinnert an die Designs von ausländischen grossen Zeitungen wie Zeit oder New York Times.Wie die Online-Ausgabe der NZZ im Laufe der Zeit ausgesehen hat, kann man auch im Onlinearchive betrachten: Wayback der NZZ. Achtung, Suchtgefahr für die Betrachtung von anderen Seiten in der Diachronie!Mal schauen, wie nützlich die neue Kommentar-Funktion ist, und ob sie Auswirkungen auf die Leserbriefe in der Print-Ausgabe hat . Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so rauskommt wie bei der 20min, dass keine Leserbriefe veröffentlicht werden und nur ein Online-Forum zur Diskussion über die Artikel bereitsteht (wahrscheinlich tritt dieser Fall sowies nicht ein, die NZZ hat schliesslich schon immer auf Tradition gesetzt).Ich schliesse mich Martin Hitz an und gratuliere zum gelungenen Face-Lift.

Opa erklärt SBB-Anzeigetafeln

Letzte Woche habe ich folgendes oder ein ähnliches Gespräch aufgeschnappt:

Opa: Was ist das für eine Zahl unter »Gleis«?

Enkelin*: G L E I S# Foifi.

Opa: Ja genau, das ist Gleis fünf. Und was sind ist denn das 17.11?

Enkelin: Weissi nöd.

Opa: Das bedeutet 17 Uhr 11, dann fahren wir mit dem Zug ab. Und das wusste ich. Deshalb mussten wir ja auch so schnell zum Bahnhof gehen.

Legende

*den Leuchtstreifen nach zu schliessen, wohl im Kindergarten-Alter.

#buchstabierend

Kommentar

Die Anzeigetafeln enthalten schon unheimlich komplexe Informationen! Und durch unsere Sozialisation mit dem Zugfahren wissen wir genau, welche Zahl und Welche Buchstaben an welchem Ort was bedeuten. Wir bemerken sogar, wenn die Anzeigetafel verrückt spielt und die S12 von Winterthur in Sektor A an ein anderes Zielort fahren als in den Sektoren B und C…

anzeigetafel_sbb

Bild: Eine prototypische Anzeigetafel der SBB. Ein grösseres Bild kommt mit Klick! Quelle: SBB.