Powerpoint-Karaoke mit den Erstsemestrigen (64)

Präsentieren muss man heute eigentlich in jedem Kontext können. Und weil es gerade an der Zeit war, im Tutorat präsentieren zu üben, dachte ich mir, wäre es doch eine ganz lustige Idee, Powerpoint-Karaoke für diesen Zweck auszuprobieren.

Mit zwei Präsentationen aus Einführungskursen der Linguistik (schliesslich sind Linguistinnen und ein paar wenige Linguisten bei mir im Tutorat) durften sich die Damen beweisen, und da haben sie sich ganz locker geschlagen. Ich hätte nicht erwartet, dass das so problemlos vonstatten geht. Auch die jungen Herren haben sich gut geschlagen, obwohl sie das schwierigere Los gezogen haben: Sie durften die Präsentation von Sarah zum Besten geben.

Die Idee der Powerpoint-Karaoke fanden die TeilnehmerInnen ganz amüsant, einige hatten es sich aber leichter vorgestellt, eine Präsentation zu halten, die man nicht selber geschrieben hat.

Ich hatte dummerweise nicht damit gerechnet, dass es heute noch Leute gibt, die nicht wissen, was ein Blog ist. Schon gar nicht unter Studenten, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Jetzt wissen es auf jeden Fall alle, auch wenn sie sich über den Neologismus gewundert haben dürften. Die Beschreibung mit den «Klowänden des Internets» fanden sie dann auch ziemlich treffend. Und den Aspekt der Demokratisierung fanden sie ganz spannend.

Zur Lektüre der Liz-Arbeit von Sarah bin ich leider noch nicht gekommen, wenn sie aber so interessant ist wie die Präsentation am Blogcamp, dann freue ich mich schon darauf. Es wird aber wohl irgendwann zwischen Weihnachten und Februar, bis ich hier etwas darüber schreiben werde.

Von Bibliotheken (63)

Die NZZ hat heute (Lebens-)berichte von Autoren und Wissenschaftlern mit ihren Büchersammlungen gebracht. Viele gehen auf die Erlebnisse mit ihren ersten Büchern (oder den ersten Frauen) ein, die nicht immer einfach waren.

Die Textarchive sind bei den meisten nicht so sehr geordnet, dass auf Anhieb dasjenige gefunden wird, was der eigentliche Beweggrund für die Suche in der Büchersammlung gewesen wäre; auf der Suche wird noch viel mehr wiedergefunden und neuentdeckt.

Schön, dass die NZZ Blicke in die privaten Bibliotheken von Damen und Herren gewährt. Gleichzeitig zeigen die Berichte, dass Unordnung auch eine Ordnung sein kann und man sich beim Bändigen der eigenen, wenngleich auch viel bescheideneren, Büchersammlung Zeit lassen kann, bis sich die Ordnung von alleine ergibt.

Folgend noch die Links zu den lesenswerten Artikeln, die in der NZZ erschienen sind:

Update vom 2.12.07: Passend dazu auch der Text, der am 21. April 2006 bei der Wiener Zeitung erschien: Wer hat meine Bücher?