Wir lieben ifixit

Es ist immer auch ein Glück, wenn man etwas aufschrauben, es auseinanderbauen und wieder zusammensetzen darf. Es stellt sich ein, wenn man die Schraubkünste auf die Probe stellt: Geht das Ding wieder an? Funktioniert es so, wie erdacht?

Damit das so funktioniert gibt es eine unschätzbare Fundgrube von Anleitungen bei ifixit.com. Sie, die alles, was sie in die Hände bekommen, zunächst einmal aufschrauben, um zu schauen, wie reparierbar es ist, legen alles zusammen, um das Missing Manual zu kompensieren. Fotos helfen einem etwa, einen iMac, dessen Bildschirm mit dem restlichen Körper zusammengeklebt ist, an den richtigen Stellen aufzuschneiden. Um ihn nicht zu verletzen, gibt es pizzarädchenähnliches Werkzeug, das direkt auf der Seite zu bestellen ist. Die Kleber sind danach leider unbrauchbar. Dafür gibt es ein Set richtig zugeschnittener Klebeteile.

So ist es im Handumdrehen zu schaffen, einem iMac eine SSD einzusetzen und ihm nach fünf Jahren tapferer Arbeit zu einem zweiten Leben zu verhelfen. Der Flaschenhals ist beseitigt, das Gerät wie eine Rakete, die es davor nie war. Danke, liebe Reparierer, dass ihr uns dazu ermutigt, selbst Hand anzulegen, so wie früher, als wir unsere Computer selbst von Grund auf zusammenbauten.

Und wenn das Gerät dann tadellos startet, ist es fast, als könnte man von hinten einen Blick auf das Paradies erhaschen, auf den Zeitpunkt, als die Äpfel noch nicht angebissen waren.

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