Die Dinge des Alltags

Noch ist der Weg weit bis man nichts mehr wegzuwerfen hat: In der Weihnachtswoche war keine Entsorgungstour der Stadtwerke vorgesehen. Schnell gab es riesige Abfalltürme, die beseitigt werden mussten. Man stelle sich vor: Ein Berg mit Windeln, Plastikverpackungen, Resten von gutem Essen, und was da sonst so ist über die Feiertage.

Welche Geschichten hätten diese Haufen zu erzählen? Kürzlich fragte mich ein Nachbarsjunge, was ich mit meinem Kompostkübel denn mache. Und was es darin habe. Ich erklärte es ihm; die Eltern genierten sich sichtlich, sagten da sei nichts Anderes drin als bei ihnen auch. Aber vielleicht ja doch: Neben dem Voyeuristischen, das diese Eier- und Orangenschalen, der verwesende Filterkaffee und alles andere hatte, war da vielleicht etwas mehr in diesem Fragen: Was machen die Anderen anders als wir? Und mir gab das fragende Kind ein bisschen Aufmerksamkeit für Dinge des Alltags oder das, was von ihnen übrigbleibt.

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