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	<title>textworker &#187; Chaos im Alltag</title>
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	<description>Ein digital zensierter Sudelblock.</description>
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		<title>Rezensionen und Interviews zu Jonathan Safran Foers: Eating Animals</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Safran Foer]]></category>
		<category><![CDATA[Tier]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Rezensionen und Interviews zu Jonathan Safran Foers Eating Animals Michiko Kakutani in der New York Times: ‘You Know That Chicken Is Chicken, Right?’ Johanna Adorján interviewt Jonathan Safran Foer in der FAZ: Ich liebe W&#252;rste auch. Aber ich esse sie &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/04/09/jonathan-safran-foer-eating-animals/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2346"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Rezensionen und Interviews zu Jonathan Safran Foers <em>Eating Animals</em></p>
<ul>
<li>Michiko Kakutani in der New York Times: <a href="http://www.nytimes.com/2009/11/20/books/20book.html?ref=jonathansafranfoer">‘You Know That Chicken Is Chicken, Right?’</a></li>
<li>Johanna Adorján interviewt Jonathan Safran Foer in der FAZ: <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/2.1719/jonathan-safran-foer-im-interview-ich-liebe-wuerste-auch-aber-ich-esse-sie-nicht-1911699.html">Ich liebe W&#252;rste auch. Aber ich esse sie nicht</a></li>
<li>Hilal Sezgin in Die Zeit: <a href="http://www.zeit.de/2010/33/Vegetarismus-Interview">»Donnerstags kein Fleisch«</a></li>
<li>Andrea K&#246;hler in der NZZ: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_wahrheit_ist_dem_menschen_zumutbar_1.7333810.html">Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar</a></li>
<li>Angela Schader in der NZZ: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/sachlichkeit_aus_wut_geboren_1.9210604.html">Sachlichkeit, aus Wut geboren</a></li>
<li>Peta <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Fw-81D5anlE">http://www.youtube.com/watch?v=Fw-81D5anlE</a></li>
</ul>
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		<title>Planen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 17:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Schreiben planen d&#252;nkt mich immer noch eine der schwierigsten Aufgaben. Eine Schreibberaterin hat mir einmal dabei geholfen, damals ging es ganz gut. Das Rezept war so einfach wie umsetzbar: Schreiben Sie alles auf, was Sie machen m&#252;ssen. Zuerst streichen Sie &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/11/11/planen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2255"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Schreiben planen d&#252;nkt mich immer noch eine der schwierigsten Aufgaben. Eine Schreibberaterin hat mir einmal dabei geholfen, damals ging es ganz gut. Das Rezept war so einfach wie umsetzbar: Schreiben Sie alles auf, was Sie machen m&#252;ssen. Zuerst streichen Sie alle Termine ab, die Sie wahrnehmen m&#252;ssen. Und darum herum planen Sie dann. Damals habe ich mir Zeitpl&#228;ne ausgedruckt und jede Woche zehn Minuten in die Planung investiert. Das war gut.</p>
<p>Heute habe ich mich daran erinnert und leere Pl&#228;ne aus iCal ausgedruckt, in die ich meine Seminare im Voraus eingetragen habe. Dann habe ich mir die Abgabefristen angeschaut und im &#220;berblick bemerkt, dass es in den n&#228;chsten Wochen ganz sch&#246;n eng aussieht. Dass es eng werden w&#252;rde, das habe ich mir vorgestellt oder erahnt. Aber dass es gleich so aussehen w&#252;rde, das h&#228;tte ich mir nicht erdacht. Dann habe ich bemerkt, dass ich schon unglaublich lange nicht mehr gebloggt habe. Es stellte sich heraus, dass dies der Zeitpunkt ist, endlich etwas &#252;bers Planen zu schreiben, damit ich mich im Blog wieder daran erinnern k&#246;nnte, dass ich mit diesen &#252;bersichtlichen Pl&#228;nen arbeiten muss, damit ich die Zeit richtig einsch&#228;tzen kann.</p>
<p>Und die Schreibberaterin meinte, ich m&#252;sse auch mal hart mit mir sein, wenn ich mir so enge Termingrenzen setze. Dann gebe es nichts Anderes als im Ungl&#252;cksfall auch einmal etwas abzusagen.</p>
<p>Aber es regt sich Widerstand: Ich will doch auch spontan bleiben. Der Plan: So spontan wie ein Korsett!</p>
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		<title>Handschriften</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 20:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Handschrift]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu Handschriften geht eines der Seminare dieses Semesters. Endlich mal lesen lernen! Das ist doch etwas f&#252;r Literaturwissenschaftler. Und dann immer auch noch ein bisschen versuchen, genetische Rekonstruktionen herzustellen, so richtig handfestes Zeugs mit psychoanalytischem Potenzial. Aber die Abgr&#252;nde der &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/04/12/handschriften/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/2011/04/12/handschriften/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Zu Handschriften geht eines der Seminare dieses Semesters. Endlich mal lesen lernen! Das ist doch etwas f&#252;r Literaturwissenschaftler. Und dann immer auch noch ein bisschen versuchen, genetische Rekonstruktionen herzustellen, so richtig handfestes Zeugs mit psychoanalytischem Potenzial.</p>
<p>Aber die Abgr&#252;nde der Entstehung dieser Handschriften interessieren ja nur die Auditoren, die’s im Seminar nicht gibt. Und weil die <em>Kurrentschrift</em> bei jedem Autor anders aussieht, so war das mit Handschriften eben, lesen wir uns bei verschiedenen ein: Walser, Goethe, Heine.</p>
<p>Das sch&#246;ne daran: Nach der Knobelei stehen nicht ausgef&#252;llte Kreuzwortr&#228;tsel oder Sudokus, sondern Texte, an denen wir uns nach dem Entziffern erst recht die Z&#228;hne ausbeissen.</p>
<p>Damals nannte man das noch Philologie.</p>
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		<title>Tituliert</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 19:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Abschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[These]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit letzter Woche darf ich mich nun offiziell mit dem Discountertitel Bachelor of Arts UZH schm&#252;cken. Dass das etwas mit Discounter zu tun hat, hat man uns am Anfang des Studiums noch nicht gesagt. Wenn das Studium schon zum Punktesammeln &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/03/01/tituliert/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2112"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Seit letzter Woche darf ich mich nun offiziell mit dem Discountertitel Bachelor of Arts UZH schm&#252;cken. Dass das etwas mit Discounter zu tun hat, hat man uns am Anfang des Studiums noch nicht gesagt. Wenn das Studium schon zum Punktesammeln wird, muss der Festredner sich in der Abschlussrede wohl dieses sprachlichen Registers bedienen.</p>
<p>Ein Apéro einzig und allein f&#252;r uns, die Bachelors und die Masters, die abgeschlossen haben. Eine Feier im grossen Lichthof der Universit&#228;t, wo in den letzten Jahren getrunken, wo gegessen, gearbeitet, geschwitzt, wo geschwatzt und Zeit vertr&#246;delt wurde, wo der j&#228;hrliche Aderlass stattfand, wo weiche Knie kuriert, und wir uns unter Nike von Samothrake die interessantesten Thesen um die Ohren schlugen.</p>
<p>Kurz vor der Feier habe ich alle Seminararbeiten aus den Ordnern rausgesucht und aufeinander gestapelt. So ist ein Stapel zum Vorschein gekommen, von dem ich nicht gedacht h&#228;tte, dass der so gross sein w&#252;rde.</p>
<p>Und die Listen, die da in diesem Diplom enthalten sind, einmal auf Deutsch mit zwei Siegeln, einmal Englisch ungesiegelt, Leistungsnachweise nach F&#228;chern aufgeteilt und zum Schluss noch sechsundzwanzig Punkte, die nirgends angerechnet werden konnten. Listen, die nachpr&#252;fbar machen sollen, welche Leistungen erbracht wurden. Einmal 4 ECTS, einmal 10 ECTS, einmal 8 und 2 und 3.</p>
<p>Die Sammelei muss weitergehen.</p>
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		<title>Zeigen Sie Z&#228;hne</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 13:21:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[«Beissen Sie auf die Z&#228;hne! Ja, so ist sch&#246;n, bleiben Sie jetzt genau so und bewegen Sie sich nicht mehr.» – Wie denn auch in dieses Gestell eingespannt? St&#228;be fixieren die Ohren, ein weiteres Element die Stirn, der Unterkiefer, die &#8230; <a href="http://textworker.ch/2010/12/28/zeigen-sie-zaehne/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2037"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>«Beissen Sie auf die Z&#228;hne! Ja, so ist sch&#246;n, bleiben Sie jetzt genau so und bewegen Sie sich nicht mehr.» – Wie denn auch in dieses Gestell eingespannt? St&#228;be fixieren die Ohren, ein weiteres Element die Stirn, der Unterkiefer, die Mandibula bleibt beweglich, und um den geht es ja schliesslich.</p>
<p>Beim zweiten Mal haben sie den Auftrag bekommen, ein Bildlein zu machen in ge&#246;ffnetem Zustand. Der Orthop&#228;de mit Doktortitel und mehrfachem F&#228;higkeitsausweis hilft seiner R&#246;ntgenassistentin, die richtige Position zu finden: «&#214;ffnen Sie Ihren Mund so weit wie m&#246;glich. Und: Zeigen Sie Ihre Zunge, die muss so weit runter wie es nur geht! So wird’s sch&#246;n, ja genau.» Und Sie, Sie bewegen sich jetzt nicht, sonst k&#246;nnen wir das Bild nicht brauchen.</p>
<p>«Nein, sowas verstehen wir nicht als offen, das ist ja v&#246;llig unbrauchbar. Offen ist Ruhestellung! So offen sollte man nicht sein.»</p>
<p>Ein drittes: «Schlucken Sie! Jetzt ist die Zunge sch&#246;n entspannt. Passen Sie auf die Z&#228;hne auf, die d&#252;rfen Sie nicht zusammenbeissen.»</p>
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		<title>Papierne Existenz</title>
		<link>http://textworker.ch/2009/12/23/papierne-existenz/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 23:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[«Sie k&#246;nnen Sich nicht ausweisen? Bitte f&#252;llen Sie das Formular aus. Wir telefonieren, dann stellt sich heraus, ob es Sie gibt.» Im n&#228;chsten Moment dr&#252;ckt der Kontrolleur seinem Opfer das Bl&#246;cklein mit den M&#246;glichkeiten Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/12/23/papierne-existenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1584"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>«Sie k&#246;nnen Sich nicht ausweisen? Bitte f&#252;llen Sie das Formular aus. Wir telefonieren, dann stellt sich heraus, ob es Sie gibt.» Im n&#228;chsten Moment dr&#252;ckt der Kontrolleur seinem Opfer das Bl&#246;cklein mit den M&#246;glichkeiten Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und Unterschrift in die Hand. Es gibt keine Vorschl&#228;ge, wie es sein Formular ausf&#252;llen k&#246;nnte. Nur eine Einschr&#228;nkung, ganz am Schluss, mit der es best&#228;tigt, dass die Angaben der Richtigkeit und Wirklichkeit entspr&#228;chen.</p>
<p>Am Telefon kr&#228;chzt der andere das Geburtsdatum in den Zugraum: «F&#252;nfzehnter Siebter Neunzehnachtundachtzig. Normannstanne, Orangenbl&#252;te, Tamiflu, Zahnpaste.»</p>
<p>«Sie gibt es wirklich.»</p>
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		<title>Taktile Tage</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 08:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blüten]]></category>
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		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
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		<description><![CDATA[Da l&#228;uft man am Morgen einer Frau hinterher, die ganz &#8211; entgegen dem Trend &#8211; am Morgen die Natur taktil erf&#228;hrt: Hier streichelt sie Gras, da sucht sie eine Lindenbl&#252;te auf der Strasse zusammen. Und dies w&#228;hrend alle anderen ganz &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/06/15/taktile-tage/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1223"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Da l&#228;uft man am Morgen einer Frau hinterher, die ganz &#8211; entgegen dem Trend &#8211; am Morgen die Natur taktil erf&#228;hrt: Hier streichelt sie Gras, da sucht sie eine Lindenbl&#252;te auf der Strasse zusammen. Und dies w&#228;hrend alle anderen ganz tiefsinnig ihre Telefontasten ber&#252;hren.</p>
<p>Man k&#246;nnte es auch selbst ausprobieren: Mit der Hand durchs Gras streifen und Telefontasten hinter sich lassen. Aber nein: das l&#246;st die Pollen, vor denen man ja in die Stadt gefl&#252;chtet ist. Oder Lindenbl&#252;ten auflesen. Warum denn auch? – Man kann sie auch ganz einfach im Teebeutel bekommen, ohne daf&#252;r noch seinen Finger zu r&#252;hren.</p>
<p>Am Abend schaut man dann dem neuen Dirigenten zu, wie er seinen Taktstock schwingt, und h&#246;rt ihn sogar atmen, genauso wie die erste Geige, vor der einem Angst und Bange wird: Beim Abbau der Spannung wirft er mit dem Geigenbogen wild um sich, als ob er das Publikum zur Geige machen wollte.</p>
<p>In der Zwischenzeit ber&#252;hrt man verschiedene Tastaturen, eingebaute, drahtlose, verkabelte und besonders ergonomische, um den letzten Takt des Wochenendes anzugeben, dessen Thema sein soll, dem Ende einen Anfang zu bereiten.</p>
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		<title>Zeitungen der Weltordnung</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/06/14/zeitungen-der-weltordnung/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 08:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Insekt]]></category>
		<category><![CDATA[Klassifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Klatschende Zeitungen, B&#252;cher in Reih und Glied und schwirrende Insekten beim Zugfahren. <a href="http://textworker.ch/2008/06/14/zeitungen-der-weltordnung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=392"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Eine Zeitung klatscht gegen die Fensterscheibe. Oberhalb seines Kopfes surrt irgendein Insekt unbeirrt weiter. Klatsch, klatsch. Der surrende Fliegk&#246;rper flieht in ein anderes Abteil. Der Herr gesetzten Alters regt sich lauthals dar&#252;ber auf, das Mistvieh nicht getroffen zu haben. Man sieht ihm an, dass er es bereut, nicht seinen ultramodernen Fliegenklatscher bei sich gehabt zu haben, der das Minilebewesen grilliert und geniessbar gemacht h&#228;tte. Man denke nur an die Proteine!</p>
<p>Beim Aussteigen erkl&#228;rt er, Ordnung m&#252;sse sein. Man k&#246;nne doch nicht &#252;berall Zeitungen herumliegen lassen. Ein Nicken best&#228;tigt seine Aussagen. Wenn man bis zur Rolltreppe den gleichen Weg genommen h&#228;tte wie er, h&#228;tte er einem seine Weltordnung noch ausf&#252;hrlicher erkl&#228;ren k&#246;nnen: Einmal in der Woche wird das Auto fein s&#228;uberlich herausgeputzt. Manchmal habe man ja Bl&#228;tter an den Schuhen, das k&#246;nne ja passieren. Aber Ordnung sei das Mindeste im Leben. «Sie haben doch bestimmt auch gerne Ordnung, sonst h&#228;tten Sie ja nicht die Zeitungen aus dem fremden Abteil weggeworfen?</p>
<p>Heimlich ertappt man sich dabei, wie die Arbeiten der letzten Tage tats&#228;chlich einen gewissen Ordnungswillen zeigen: Zeitungsartikel ausgeschnitten statt einfach ausgerissen, dieselben fein s&#228;uberlich klassifiziert nach Titel, Nummer im System, Autor, Medium und Erscheinungsdatum. Die B&#252;cher wieder sch&#246;n ins B&#252;cherregal einger&#228;umt: Einerseits alphabetisch, anderseits nach Reclam und Nicht-Reclam sortiert. Die Buchr&#252;cken nur sch&#246;n bis zum Rand des Regals eingereiht.</p>
<p>Dann blickt man in die Zukunft und sieht, wie sich die B&#252;cher langsam zu regen beginnen, ihre Pl&#228;tze nicht behalten wollen, wo sie ihn haben. Das Inwendige will zum Auswendigen werden, jedes Buch den f&#252;r sich ad&#228;quaten Platz ausw&#228;hlen. Man h&#246;rt sie schreien: «Auf den Tisch, auf den Tisch!» Bis sie sich wieder t&#252;rmen, die eigene Last nicht mehr aushalten, zu Boden fallen und dabei ein schwirrendes Insekt klatschend unter sich begraben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fussnoten f&#252;r die Geschlechtergerechtigkeit</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/05/09/fussnoten-fuer-die-geschlechtergerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 08:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fussnote]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://textworker.ch/?p=338</guid>
		<description><![CDATA[Wenn Fussnoten den Verkehr von Zahlungen regeln. Auch zwischen den Geschlechtern. <a href="http://textworker.ch/2008/05/09/fussnoten-fuer-die-geschlechtergerechtigkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=338"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><strong>Wenn Fussnoten den Verkehr von Zahlungen regeln. Auch zwischen den Geschlechtern.</strong></p>
<p>Es ist immer sch&#246;n, Post zu bekommen. Besonders dann, wenn auf dem Briefpapier drei Schl&#252;ssel miteiannder verbunden sind. Manchmal ist der Empfang solcher Schl&#252;sselbriefe aber noch sch&#246;ner: Dann n&#228;mlich, wenn sich die Angestellten wieder einmal dazu durchgerungen haben, ihren Kunden [sic!] neue Regelwerke zuzuschicken.</p>
<p>Mit besonderem Vergn&#252;gen sind da die formelhaften Eingangss&#228;tze zu lesen. Sie sind mit Fussnoten versehen, die nicht nur eine vollst&#228;ndig neue textinterne Grammatik aufstellen, sondern auch noch &#252;ber den Text hinausgehende Konsequenzen mit sich bringen.</p>
<p>Zahlungen seien jetzt nicht mehr nur innerhalb des Landes zu Inlandtarifen m&#246;glich, auch ausserhalb der Landesgrenzen wird nur noch der Inlandtarif verrechnet, endlich ein Fortschritt! Daf&#252;r sollen bald die SEPA-Transaktionen zust&#228;ndig sein. Nachdem man dann das dritte Mal SEPA gelesen hat, wird auch noch erkl&#228;rt, dass damit Single Euro Payments Area (?) gemeint ist.</p>
<p>Und nun noch gratis dazu eine dieser wunderbaren Fussnoten:<br />
<cite>Die Einzahl umfasst auch die Mehrzahl, die m&#228;nnliche Form auch die weibliche.</cite><br />
Da h&#228;tte unser selige Lateinlehrer seine wahre Freude daran gehabt. Endlich: seine ehemaligen Sch&#252;ler wissen (theoretisch), dass man auf zwei z&#228;hlen muss. Man deklariert dies auch, in der Praxis kann oder viel lieber will man es dann nicht umsetzen; die sprachliche Vielfalt zur Wirklichkeitsabbildung w&#228;re n&#228;mlich viel zu gross. M&#228;nnliche und weibliche Formen unterscheiden? – Nichts einfacher als das, aber f&#252;r die &#220;bersetzung spielt es ja so oder so keine Rolle… (Na ja.)</p>
<p>Beim n&#228;chsten Kontoinventar dann bitte auch so: die Einzahl ist eigentlich eine Mehrzahl, nur nicht so geschrieben. Die Ausz&#252;ge m&#252;ssen, so die Begr&#252;ndung, leserlich bleiben. Vielen Dank f&#252;r diesen Schl&#252;sselsatz!</p>
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		<title>In eigener Sache: Neue Kleider f&#252;r den Fr&#252;hling (126)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 22:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[kleid]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleider machen ja schliesslich Leute. Warum denn nicht auch Blogs? <a href="http://textworker.ch/2008/04/14/in-eigener-sache-neue-kleider-fuer-den-fruehling/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=324"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Die Leserinnen und Leser, die auf dieser Seite vorbeischauen, bekommen die Inhalte in einem neuen Kleid pr&#228;sentiert. Wie man sich f&#252;r den Fr&#252;hling frische Kleider sucht, damit die w&#228;rmeren Temperaturen einem gut bekommen, hat dieser Blog neue Kleider gesucht – und beim <a href="http://www.upstartblogger.com/wordpress-theme-upstart-blogger-minim">upstartblogger</a> gefunden. Zum Gl&#252;ck, darf man meinen, denn seit Gottfried Keller machen ja Kleider schliesslich Leute (und in diesem Sinne Designs auch Blogs).</p>
<p>Wer die ganze Geschichte von Gottfried Keller lesen mag, kann sich die aktuelle Ausgabe des Kulturmagazins  «<a href="http://www.du-magazin.com/">Du</a>» kaufen. Die komplette Erz&#228;hlung ist eben darin abgedruckt und ist komplettiert mit anderen Beitr&#228;gen zum Thema «Das Kleid».</p>
<p>Wer lieber am Bildschirm liest, kann die neu edierte (historisch-kritische) Fassung von «<a href="http://www.gottfriedkeller.ch/Seldwyla/Kleider_Parallel.htm">Kleider machen Leute</a>» auch parallel mit Kommentar im Internet bestaunen.</p>
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		<title>Die Welt ohne den Tod</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 20:39:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Saramago]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
		<category><![CDATA[Tink.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Zweig]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert, wenn der Tod weggedacht wird. <a href="http://textworker.ch/2008/03/19/die-welt-ohne-den-tod/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/2008/03/19/die-welt-ohne-den-tod/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Wie es w&#228;re, in einer Welt zu leben, die keinen Tod kennt, beschreibt José Saramago in seinem Buch «Eine Zeit ohne Tod». Das Buch ist &#228;usserst empfehlenswert, gerade auch dann, wenn man sich &#8211; wie so viele Menschen in unseren Breitengraden &#8211; ewig zu leben w&#252;nscht. Dass die Resultate, die bei diesem Experiment herauskommen w&#252;rden, alles andere als erfreulich sind, zeigen die anekdotischen Gedanken. Mehr dazu aber in meinerBesprechung des Buches bei <a href="http://www.tink.ch/schweiz/new/article/2008/03/17/die-allmaechtige-frau-tod/">Tink.ch</a>.</p>
<p>Von der Lekt&#252;re dieses Buches zur&#252;ckgekehrt in die normale Welt, gilt es, schon wieder die Koffer packen und diesmal statt auf eine Gedankenreise, selbst einen Weg unter die F&#252;sse zu nehmen. Auch dieser Weg soll nicht ohne B&#252;cher gemacht werden, es w&#228;re ja schade, wenn man mit dieser Reise nicht irgendwelche Lekt&#252;ren in Verbindung bringen k&#246;nnte.</p>
<p>Eines der Begleiter soll Shakespeares «Ein Sommernachtstraum» sein, von dessen Auff&#252;hrung im Pfauen ich hellbegeistert war, vor allem von den Bauchrednerpuppen. Erstaunt war ich vor allem &#252;ber die schlechten Rezensionen in einigen Feuilletons und anderen Magazinen, aber vielleicht werde ich auch noch nachtr&#228;glich entt&#228;uscht sein, wenn ich das nette Reclam-B&#252;chlein gelesen haben werde.</p>
<p>Ausserdem soll auch Stefan Zweigs «Die Welt von Gestern» mitkommen. Dass ich beide B&#252;cher lesen werde, glaube ich kaum, aber es ist immer sch&#246;n zu wissen, etwas f&#252;r den Fall der F&#228;lle dabeizuhaben. Wahrscheinlich kommt es ja wieder so heraus wie im Sommer in den Segelferien, dass ich im Zug lieber die Augen zudr&#252;cke (h&#228;tten die Kondukteure bei den Leuten, die gestern kein Anschlussbillet f&#252;r eine Zone hatten &#252;brigens auch tun k&#246;nnen!) oder mit den Mitreisenden gute Unterhaltungen f&#252;hren.</p>
<p>Meinen Lesern und Leserinnen w&#252;nsche ich ganz sch&#246;ne Ostern. Die Kommentarfunktion wird nur eingeschr&#228;nkt verf&#252;gbar sein, dies um einerseits Spam, anderseits aber auch anderen Kommentaren, die nicht den Umgangsformen entsprechen, die in einer zivilisierten Gesellschaft erw&#252;nscht sind, vorzubeugen. Ich bitte, die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten zu entschuldigen!</p>
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		<title>Von der Passion zum passionierten B. (101)</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 20:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bike]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[Passion]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Leiden des B. Er m&#246;chte es lieber passioniert anstelle von rezyklierbar. <a href="http://textworker.ch/2008/02/21/von-der-passion-zum-passionierten-b/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/2008/02/21/von-der-passion-zum-passionierten-b/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Ein gest&#252;rzter B. im Wald. Nein, es geht nicht etwa um die B&#228;ume, die im Eschenbergwald gef&#228;llt werden, damit sie verheizt werden k&#246;nnen. Die verheizten Topkader sind im Wald viel zahlreicher anzutreffen als rollende B&#228;ume. Sie rollen mit ihren teuren Velos die tauenden Wege hinunter, damit die Kleider – irgendein synthetisches Fabrikat wohl – m&#246;glichst dreckig werden, und man zu sehen f&#228;hig ist, was sie angestellt haben. Manchmal auch im Status eines Gest&#252;rzten, einige haben das Gl&#252;ck, dass ihnen der Stuhl abges&#228;gt wird, bevor es zum nat&#252;rlichen Fall kommen w&#252;rde. Der Sturz sei dann kontrollierter, wie man F&#246;rstern entlocken k&#246;nnte, wenn man sie denn fragen w&#252;rde.</p>
<p>Der Platz, den ein Baum nach seinem Sturz einnehmen wird, ist wohl schon vorbestimmt. Manch einer wird geh&#228;ckselt, damit eine Holzschnitzelheizung das Beste aus dem kr&#228;nkelnden oder nicht mehr verwendbaren Objekt machen kann: Recycling, damit der Verwesungsprozess nicht eintritt.</p>
<p>Was aber macht der gef&#228;llte Topkader-Platzhirsch, nachdem ihm der Stuhl abges&#228;gt worden, und er erst noch vom Bike geflogen ist? H&#228;ckseln und Schnitzelheizung f&#252;r die fach- und sachgerechte Entsorgung, die erst noch umweltfreundliches Heizen und W&#228;rme f&#252;r einen ganzen Winter bedeutet? Das Leiden des Bikers w&#228;re eindeutig (wenn nicht sogar eineindeutig) zu gross. Schliesslich hat er sich doch auch schon beim Velofahren schwere Sch&#252;rfwunden zugezogen, die einer m&#252;hseligen Heilung bed&#252;rfen, die Passionsgeschichte, also die Geschichte seines Leidens, braucht nicht noch dramatisiert zu werden.</p>
<p>Das regionale Arbeitsvermittlungszentrum wird ihm eine Weile Geld f&#252;r die Haushaltskasse zukommen lassen. Als Gegenleistung wird gute Vermittelbarkeit und eine bestimmte Anzahl Bewerbungen erwartet, ist ja ganz klar. Aber wie immer: Eile mit der dazugeh&#246;rigen Weile.</p>
<p><a title="passion" href="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/02/passion_front.jpeg"><img src="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/02/passion_front.jpeg" alt="passion" /></a></p>
<p>Was soll er denn in seinen Bewerbungsbriefen schreiben? Etwas Originelles h&#228;tte er doch bei den Bewerbungsbriefen abgucken k&#246;nnen, die er bei der Auswahl, als er noch Personal einstellen durfte, jeweils fein-s&#228;uberlich gepr&#252;ft hatte. Bei vielen hat da bei den Hobbys gestanden: «Passionierter Biker, geht Risiken ein.» Das klingt doch originell, und zuf&#228;llig trifft es auch auf den Topkader zu, auf den alle gewartet habe. Also, entschieden, das geh&#246;rt auch in die Bewerbungsunterlagen rein.</p>
<p>Warum aber will die Passion kein Ende haben? Wer mit soviel Passion im Wald herumf&#228;hrt, sich zum Baum machen l&#228;sst und erst noch nicht einmal von Sch&#252;rfwunden zur&#252;ckschreckt, sollte doch belohnt werden. Wo ist die Wucht geblieben, die man bekommt, wenn man einen riesigen Berg hinunterrollt?</p>
<p>Dummerweise – oder f&#252;r den passionierten Workaholig: gl&#252;cklicherweise – haben die beiden Passionen nicht mehr viel gemeinsam: Die Passion als Leidensgeschichte wurde direkt aus dem Lateinischen entlehnt, und das schon vor einigen Jahrhunderten, die Passion, welche die Leidenschaft meint, hingegen aus dem Franz&#246;sischen. Wer aber auch bei Leiden-schaft noch stutzig wird, dem geht es so wie dem Verfasser dieses Textes. Das Leiden steckt ja auch im deutschen Wort noch drin.</p>
<p>Die Leidenschaft ist f&#252;r den Ersatz des franz&#246;sischen  <em>passion</em> geschaffen worden, also als Ersatz f&#252;r das Wort, das ein Gef&#252;hl eines bewegten Gem&#252;tszustandes beschreibt. Wenn man es nicht besser w&#252;sste, w&#252;rde man wohl zur Annahme kommen, dass sich die Bedeutung gewandelt hat von der christlichen Passion, die oft auch als einzelner Begriff das Leiden Christi beschreibt. Das Deutsche war hier aber ausnahmsweise einmal nicht wahnsinnig kreativ. Unser passionierte Biker ist also – Gott sei Dank – eher eine Ausnahme als dass er die deutsche Wortgeschichte im bildhaften Sinne demonstrieren w&#252;rde. Hier lohnt sich die Frage: «Wer hat&#8217;s erfunden?»</p>
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		<title>Kartengeschichten (86)</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/02/08/kartengeschichten/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 13:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Karten und ihre Datenbanken. Wenn Studenten die UZH Card validieren oder in Winterthur eine neue Bibliothekskarte kaufen. <a href="http://textworker.ch/2008/02/08/kartengeschichten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/2008/02/08/kartengeschichten/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>«Bitte schieben Sie Ihre Karte gem&#228;ss Abbildung auf der Validierstation in den Einschiebeschlitz», kann man auf der Homepage der <a href="http://www.uzhcard.uzh.ch/validierungsvorgang.html">UZH Card</a>, der neuen Legi der Uni Z&#252;rich bzw. UZH, lesen. Man soll die Karte in einen Schlitz schieben, der ganz allein f&#252;rs Einschieben gemacht wurde, da nimmt es einen Wunder, wo denn die Karte wieder rauskommt, damit das neue Leben mit der validierten UZH Card beginnen kann.</p>
<p>Man kann die Karte auch verkehrt hineinschieben, dann kommt sie unverz&#252;glich wieder aus dem Einschiebeschlitz heraus, mit der Bitte, die Karte doch so einzuschieben wie abgebildet. Sch&#246;n, das Ger&#228;t hilft einem Schritt f&#252;r Schritt dabei, die richtigen Daten auf den Thermostreifen zu drucken.</p>
<p>Den haben Studentinnen und Studenten der UZH jetzt auch immer dabei: den Thermostreifen, denn die Karte ist eine f&#252;r alles: Bibliotheksausweis, Legi, ASVZ-Ausweis, Chipkarte (f&#252;r was dieser Chip auch immer eingesetzt werden wird? – Vielleicht f&#252;r eine automatische Zeitstempelmaschine? Damit die Arbeitszeiten der Studentinnen und Studenten minuti&#246;s erfasst werden kann und die Arbeitszeiten nicht mehr m&#252;hsam mit der Uhr erfasst werden m&#252;ssen? Vielleicht auch f&#252;r das Essen in der Mensa? Oder doch nur als ECTS-Verwalter, damit diese Punkte, so wie bei Migros und Coop, noch ein Plastikk&#228;rtli bekommen?). Das Praktische an der Karte: Sie wird nur einmal, am Anfang des Studiums zugeschickt, danach kann der Thermostreifen beliebig oft wieder- und umbedruckt werden. Genau so wie die Thermoskanne beliebig oft wieder- und umgef&#252;llt werden kann.</p>
<p>Leider hat die praktische Seite auch eine eher unpraktische Schwester: Bei Verlust der Karte wird es um die 25 Franken kosten, um die Karte ersetzen zu lassen. Der klebrige Papierstreifen war da bedeutend g&#252;nstiger: Gerade mal 5 Franken kostete der Ersatz, als ich die Karte letztes Mal vermeintlich in der Mensa liegengelassen hatte. Schlussendlich fand sich die Karte wieder, sie wollte im Herbst Winterschlaf beantragen und suchte sich ein Versteck zwischen Vorlesungsskripten, wie auch immer die Karte da hingekomen sein mag.</p>
<p>Das gleiche Problem hatte ich mit meiner anderen Bibliothekskarte, denn die UZH Card funktioniert in <a href="http://www.bibliotheken.winterthur.ch/">Winterthurs Stadtbibliothek</a> nicht, nur in denjenigen der <a href="http://www.zhaw.ch/">ZHAW</a> (haben die eine ZHAW Card? – dann klingt ja sogar UZH Card noch &#228;sthetischer…). Ich wollte endlich mal fortschrittlich werden und kaufte mir eine Karte mit Chip drin. <em>Der</em> Chip l&#228;sst sich n&#228;mlich schon benutzen. Und dies auch f&#252;r mehrere Dinge gleichzeitig: Einerseits als Benutzerausweis, den man einfach an die Maschine ranhalten kann, die B&#252;cher auf ein Tischchen legen und schwupsidiwups sind die B&#252;cher auf dem Konto (mit Selbstausleihe), als Ausweis f&#252;r die R&#252;ckgabe, wenn man mal ausserhalb der &#214;ffnungszeiten etwas zur&#252;ckbringen m&#246;chte, als Geldkarte f&#252;r den Kopierer und als Geldkarte f&#252;r den Kaffeeautomaten oder den Getr&#228;nkeautomaten, was will man noch mehr?</p>
<p>Damit w&#228;re ich ja schon gl&#252;cklich gewesen, aber meine alte Karte war – meines Wissens – zu Hause liegen geblieben, aber das war kein Problem, das Konto der alten Karte wurde auf das Konto der neuen Karte &#252;berschrieben, alle Sachen, die auf der alten Karte waren sind auch auf der neuen. Aber nur mit dem Chip! Die neue Benutzernummer funktioniert nicht, die geh&#246;rt jetzt einer Dame, die auf den gleichen Nachnamen wie ich h&#246;rt, sie weiss aber wohl noch nichts von ihrem Gl&#252;ck. Meine alte Karte funktioniert nicht mehr. Und jetzt kann ich ohne Chip nicht auf meine Kontodaten zugreifen. Sch&#246;n, wenn die Datenbank Datenchaos anrichtet! Das ist richtig am&#252;sant. Aber lieber bei der Bibliothek ein Datenchaos als an der UZH.</p>
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