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	<title>textworker &#187; Eindrücke</title>
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	<description>Ein digital zensierter Sudelblock.</description>
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		<title>Unser Sturm</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 06:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Chor]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Menschen zusammen klingen. Experimentieren, was passiert, wenn alle zusammen ihre Windkl&#228;nge miteinander kombinieren. Aus dem leisen Ges&#228;usel ergibt sich ein gemeinsamer Anstieg zu einer grossen gef&#228;hrlichen Wucht. Bei den einen klingt es wie in einem Unwetter, bei anderen wie &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/02/27/unser-sturm/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Mit Menschen zusammen klingen. Experimentieren, was passiert, wenn alle zusammen ihre Windkl&#228;nge miteinander kombinieren. Aus dem leisen Ges&#228;usel ergibt sich ein gemeinsamer Anstieg zu einer grossen gef&#228;hrlichen Wucht.</p>
<p>Bei den einen klingt es wie in einem Unwetter, bei anderen wie in einem fr&#252;hlingshaften Sturm, der aufwecken soll. Zusammen klingt das aber schon ziemlich ausgewachsen und wenn das wirklich w&#228;re, h&#228;tten wir Angst bekommen.</p>
<p>Dann macht A. pl&#246;tzlich ein Zeichen, winkt den Sturm ab. Er wird wieder zum Ges&#228;usel und zum Schluss geniessen wir die gemeinsame Stille. Und wir staunen, dass wir zusammen einen solch f&#252;rchterlichen Sturm geschaffen haben. Dabei war alles nur Vor&#252;bung.</p>
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		<title>Schneeknirschen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 07:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Schnee macht alles leise. Flugzeuge scheinen weiter entfernt, Autos fahren langsamer und leiser. Motorenrauschen verschwindet im Schneetreiben. Unter Schuhen knirscht es auf diese schneeige Weise, um uns herum ist alles weiss. Nur manchmal wird das alles unterbrochen. Dann macht Schnee &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/12/20/schneeknirschen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2259"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Schnee macht alles leise. Flugzeuge scheinen weiter entfernt, Autos fahren langsamer und leiser. Motorenrauschen verschwindet im Schneetreiben. Unter Schuhen knirscht es auf diese schneeige Weise, um uns herum ist alles weiss.</p>
<p>Nur manchmal wird das alles unterbrochen. Dann macht Schnee Krach. Morgens, wenn wir im Bett liegen, weckt uns Motorenger&#228;usch. Jemand rennt hinter der Maschine her und r&#228;umt die Decke weg.</p>
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		<title>Grenzen bauen</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 05:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gitter]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>
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		<description><![CDATA[Neuerdings haben die St&#228;dtischen Werke ein «Gitterdepot», wie sie es nennen. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. «Eingang Gitterdepot», steht auf einer Tafel, die eigens f&#252;r diesen Zweck in den Boden eingelassen wurde. Der Weg f&#252;hrt &#252;ber einen Parkplatz, der selbst &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/10/06/grenzen-bauen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2238"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Neuerdings haben die St&#228;dtischen Werke ein «Gitterdepot», wie sie es nennen. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. «Eingang Gitterdepot», steht auf einer Tafel, die eigens f&#252;r diesen Zweck in den Boden eingelassen wurde. Der Weg f&#252;hrt &#252;ber einen Parkplatz, der selbst mit Gittern aus diesem Gitterdepot eingez&#228;unt ist.</p>
<p>Nach diesem Parkplatz steht man an einer Umz&#228;unung, die an die Pferde erinnert, die vor den Gittern auf diesem Gel&#228;nde waren. Darin lagert alles, was das Herz eines Begrenzers begehrt. Gitter, Tafeln, Achtungsignale, m&#246;glicherweise Stacheldraht. Dies h&#228;ngt vom Gebrauch ab. T&#228;glich wird eingefahren mit einem Lastauto, das in sich diese Gitter aufnehmen kann, weil eine Stadt wie die unsrige sich begrenzen muss.</p>
<p>Der Weg ist frisch geteert, der Kontrast zwischen dem Kies und dem Teer l&#228;sst dies erkennen. Da ist noch diese Linie. Sie dr&#252;ckt die Perfektion der Umgrenzung aus, die in beamtischer Voraussicht und &#196;sthetik konstruiert wurde. Sie zeigt, wo der Weg fertig ist: Eine Linie zwischen hochreinem Weg und dem bedrohenden Kies.</p>
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		<title>Text &#252;ber Text &#252;ber Text</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 15:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Lausanne]]></category>
		<category><![CDATA[Papier]]></category>
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		<category><![CDATA[Text]]></category>
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		<description><![CDATA[Just in der Woche, nachdem die letzte Schreibmaschinenfabrik in Indien schloss, waren wir im Museum. Unglaublich, diese vielen Modelle, die es zu bestaunen gab: Hermes und auch die Baby war da, Kugelk&#246;pfe und anderes vormodernes Zeugs. Und ein Mann mit &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/05/27/text-ueber-text-ueber-text/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2124"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Just in der Woche, nachdem die letzte Schreibmaschinenfabrik in Indien schloss, waren wir im <a href="http://perrier-sa.ch/musee.html">Museum</a>. Unglaublich, diese vielen Modelle, die es zu bestaunen gab: Hermes und auch die Baby war da, Kugelk&#246;pfe und anderes vormodernes Zeugs. Und ein Mann mit Leidenschaften.</p>
<p>Er veranstalte Wettbewerbe auf mechanischen Schreibmaschinen. Er hat mich eingeladen, da auch mitzumachen, ich h&#228;tte ein bisschen Talent, auf diesen alten Dingern schnell zu schreiben. Es klapperte auch, und ich konnte verstehen, weshalb wieder auf Schreibmaschine umsteigt, wer Text in seiner Materialit&#228;t liebt.</p>
<p>Es klopft, wenn ich auf die Taste haue, der Papierwagen verschiebt sich um einen Buchstaben nach links und sobald ich die Zeile vollgeschrieben habe, muss ich die linke Hand von der Tastatur nehmen, den Zeilenschalter bet&#228;tigen und den Wagen nach rechts schieben. Eine grandiose Erfindung. Sp&#252;rst du den Text?</p>
<p>Manchmal aber auch nicht so: F&#252;r den computergewandten Schreiber, macht sich doch das mechanische Manko bemerkbar: Immer wieder kommen sich die Typen in die Quere, weil die Computergewohnheit ganze W&#246;rter schnell schreiben l&#228;sst und nicht nur einzelne Buchstaben. Die Bewegungsabl&#228;ufe sind viel mehr vom Wort oder gar vom Satz her gedacht als bei diesem mechanischen Ding.</p>
<p>Wof&#252;r die Schreibmaschinenfetischisten ihre Maschine aber lieben, das ist wohl die Analogit&#228;t, die Linearit&#228;t und die Singularit&#228;t. Denn ja, es ist so etwas richtig Analoges, an dem man die rohe Gewalt ausleben kann (Rohkost soll gesund sein), manchmal spielt die Maschine sogar Gegner: N&#228;mlich dann, wenn man sich die Finger so richtig sch&#246;n zwischen den Tasten einklemmt.</p>
<p>Aber Konzentration aufs Wesentliche: Kein Schirm, der flackert oder konkurrenzierende Buchstaben in die Augen brennt. Auf dem Schreibtisch steht allein die Schreibmaschine mit eingespanntem Papier und zwingt einen zu Linearit&#228;t. Nicht dass nicht die Softwareentwickler darauf reagiert und Programme entwickelt h&#228;tten, nein, bei der Schreibmaschine schreibt man nur in der einen Linie, in der man eben gerade schreibt. Einfach so kurz ein Wort verschieben oder am Ende einer Zeile weiter oben etwas einf&#252;gen, das geht nicht. Es geh&#246;rt an der Schreibmaschine zur gr&#246;ssten Kunst, wieder auf richtiger Zeilenh&#246;he einzuf&#228;deln, wenn man einmal beschlossen hat zu wechseln.</p>
<p>Statt Softwareupdates gibt es bei der Maschine neue Farbb&#228;nder, oder wenn man so ein IBM-Ding mit Kugelkopf ausgesucht hat, auch neue K&#246;pfe mit anderen Schriften. Und Papier, da muss man dauernd updaten, sonst schreibt man Text &#252;ber Text &#252;ber Text.</p>
<p>Und zur Singularit&#228;t? Ja, das ist es: Das Dokument existiert genau ein Mal, nicht in Tausend Ausdrucken. Den Text gibts auf Papier mit dieser Tinte durchs Band aufs Blatt geschlagen. Aber auch da begeistert die Trickkiste: Mit Durchschlagpapier kann man gleichzeitig mehrere Bl&#228;tter beschreiben.</p>
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		<title>Nummern</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 14:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Ankommen um acht Uhr, mit zwei Minuten Versp&#228;tung. Zuerst eine Nummer fassen, sich zu den anderen setzen, die auch eine sechs zuvorderst haben. Die ersten werden nach einer halben Stunde aufgerufen, ungeduldig. Bis zur 27 geht es noch zwei Aufrufe &#8230; <a href="http://textworker.ch/2010/10/06/nummern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/2010/10/06/nummern/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Ankommen um acht Uhr, mit zwei Minuten Versp&#228;tung. Zuerst eine Nummer fassen, sich zu den anderen setzen, die auch eine sechs zuvorderst haben. Die ersten werden nach einer halben Stunde aufgerufen, ungeduldig. Bis zur 27 geht es noch zwei Aufrufe weiter. Dann werden Nummern getauscht: Die alte Nummer abgeben, in der Zwischenzeit nummernlos werden.</p>
<p>Eine neue Nummer entgegennehmen. Mit der 508, das B&#252;chlein abgeben, Geld wechseln: F&#252;nfliber. Die Bagage in ein Zimmer stellen, in dem die F&#252;nfhundertacht vorkommt, den F&#252;nfliber in ein Schliessf&#228;chlein legen, das mit 508 angeschrieben ist. Kein Schliessfach mit 508. Den F&#252;nfliber trotzdem reinlegen.</p>
<p>Auf einen Stuhl sitzen, der mit 508 angeschrieben ist. Den Zettel mit der F&#252;nfhundertacht entgegennehmen, der f&#252;r einen anderen gedacht war: Der Name ist &#252;berklebt. Immer wieder Foifhundertacht gerufen werden. Saugn&#228;pfe aufgeklebt bekommen, die einen erh&#246;hten Blutdruck und -puls feststellen und Rundspuren hinterlassen. In eine Messstation hineinatmen: «Ich habe keine Zeit diese Messung noch zehn Mal durchzuf&#252;hren jetzt machen Sie mal richtig. Ist wurscht, wenn Sie einen Hustenreiz bekommen, ist ja nur ein Mal, verdammt!»</p>
<p>Immer wieder diese Nummer um den Hals legen, beim Appell in Stereo rufen, dass die 508 da ist. Dann fr&#252;her als abgemacht aus dem Zimmer gerufen werden, weil jetzt alles anders wird. Die F&#252;nfhundertacht muss in der ersten Charge mit, um dann mit dem Namen angesprochen zu werden. «Sie werden heute Abend &#252;ber den Lautsprecher aufgerufen, dann k&#246;nnen Sie gehen.»</p>
<p>Zum Schluss die R&#252;ckgabe der Nummer unterschreiben.</p>
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		<title>Nymphéas</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 19:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einer Woche sind wir zwischen den Bildern hin und her gelaufen. Ich wunderte mich dar&#252;ber, wie ein Mann in einem Leben so viele Bilder sammeln kann. Man muss dazu nat&#252;rlich ein grosses Kriegsbudget haben, aber B&#252;hrle scheint gerade dies &#8230; <a href="http://textworker.ch/2010/04/18/nympheas/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1822"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Vor einer Woche sind wir zwischen den Bildern hin und her gelaufen. Ich wunderte mich dar&#252;ber, wie ein Mann in einem Leben so viele Bilder sammeln kann. Man muss dazu nat&#252;rlich ein grosses Kriegsbudget haben, aber B&#252;hrle scheint gerade dies gehabt zu haben. Und dann diese unterschiedlichen Stile: Da stehen gotische Skulpturen neben neben den K&#252;nstlern der Moderne, <em>Natures mortes</em> neben Familienessen. Da weiss man manchmal nicht mehr genau, welcher der Teile <em>nature</em> und welcher <em>mort</em> ist, das ist im Barockteil einfacher, weil der Totenkopf gleich nebenan liegt.</p>
<p>Besonders angetan haben es mir die Zuschauer, denen man so sch&#246;n zuschauen kann, wie sie einem zuschauen, weil man von einem Bild zum anderen geht und wieder zur&#252;ck und wild gestikuliert, welche Farbkomposition einem besser gef&#228;llt. Oder wie die Leute beginnen, pl&#246;tzlich auch immer wieder die N&#228;he zum Bild zu ver&#228;ndern, weil das aussieht, als ob man etwas von der Kunst verstehen w&#252;rde Kunst anzuschauen, weil es dabei gar nicht so sehr auf die Kunst, sondern aufs Schauen und Geschautwerden ankommt.</p>
<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/04/nympheas.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1826" title="nympheas" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/04/nympheas.png" alt="" width="500" height="386" /></a></p>
<p>Neben den Zuschauern sind es nat&#252;rlich drei Bilder der Ausstellung, die den Teich in den verschiedenen Lichtverh&#228;ltnissen zeigen und die <em>Nymphéas</em> ganz unterschiedlich erscheinen lassen. Ich erz&#228;hle dann, dass ich diese Riesenformate Monets auch im Kreditkartenformat h&#228;tte haben k&#246;nnen: So h&#228;tte ich sie immer mit dabei gehabt. Immer ein Teich voll Nymphen.</p>
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		<title>Wie in einer Bibliothek</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 09:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
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		<category><![CDATA[Elektronik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die einen sind auf ihren Tastaturen unterwegs wie Flughunde. Die Bemerkung der Kollegin, sie komme sich in der Bibliothek vor wie im Grossraumb&#252;ro vollzieht sich nach, mit der Beif&#252;gung, aber eben auch ein bisschen wie im Wald, wo sich die &#8230; <a href="http://textworker.ch/2010/03/11/wie-in-einer-bibliothek/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1743"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Die einen sind auf ihren Tastaturen unterwegs wie Flughunde. Die Bemerkung der Kollegin, sie komme sich in der Bibliothek vor wie im Grossraumb&#252;ro vollzieht sich nach, mit der Beif&#252;gung, aber eben auch ein bisschen wie im Wald, wo sich die Hunde zu Hause f&#252;hlen. Und ein halber Wald ist es ja wirklich, so viel ist noch unelektronisch. Dann erinnert die Nachbarin nebenan allerdings  an Lady Gaga, also doch eher eine Disco mit St&#246;pseln.</p>
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		<title>Brillenjahr</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Brille]]></category>
		<category><![CDATA[Chlor]]></category>
		<category><![CDATA[Vakuum]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Es muss ein Vakuum geben, dann ist sie dicht. Wir Menschen sind ja nie ganz dicht. Wir m&#252;ssen unsere Augen hinter einem Vakuum verstecken, sonst macht Chlor mit ihnen, was es will. Ohne Versteck sind wir ausgeliefert, es r&#246;tet sich &#8230; <a href="http://textworker.ch/2010/02/04/brillenjahr/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1663"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Es muss ein Vakuum geben, dann ist sie dicht. Wir Menschen sind ja nie ganz dicht. Wir m&#252;ssen unsere Augen hinter einem Vakuum verstecken, sonst macht Chlor mit ihnen, was es will. Ohne Versteck sind wir ausgeliefert, es r&#246;tet sich alles.</p>
<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/02/Brillenjahr.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1667" title="Brillenjahr" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/02/Brillenjahr.jpg" alt="Wasserbrille" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Im Wasser glauben wir dann, wir w&#252;rden besser sehen: Die F&#252;sse der anderen, verlorene Schl&#252;ssel auf dem Boden und die Tiefe des Wassers. Ohne Brille ist Wasser wie im T&#252;mpel, man sieht nicht, worin man sich bewegt. Statt Seegras wickelt sich Haar um die Finger. Eigentlich sieht man nur anders.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p>Die K&#228;lte r&#246;tet auch alles. Oranges Brillenglas f&#228;rbt Schnee. Zieht man es ab, ist alles blau. Wie Galilei in die Sonne schauen: Blender. Den Himmel anschauen: <em>La vie en rose.</em></p>
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		<title>Linguistik t&#246;tet</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 08:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[kebab]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[«Endlich lerne ich, wie man isst, ohne zu kleckern», dachte ich, als ich neulich im Bus neben zwei jungen T&#252;rkinnen sass. Die eine mit Kopftuch, die andere mit Kebab in der Hand. Wir haben es w&#228;hrend der Kantizeit Mittag f&#252;r &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/12/18/linguistik-toetet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1564"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>«Endlich lerne ich, wie man isst, ohne zu kleckern», dachte ich, als ich neulich im Bus neben zwei jungen T&#252;rkinnen sass. Die eine mit Kopftuch, die andere mit Kebab in der Hand. Wir haben es w&#228;hrend der Kantizeit Mittag f&#252;r Mittag ge&#252;bt, dieses in Fladenbrot gerollte Fleisch mit k&#246;stlicher Sauce und «mit wenig Scharf» zu essen. Die Aufgabe der Zwiebelringe ist es, aus dem Kebab herauszufallen, diejenige der Sauce, die Hosenbeine zu schm&#252;cken.</p>
<p>Mehrere Stationen schaute ich zu, wie die Frau mit Kebab ihre H&#228;nde geschickt um den Kebab legte, um so Zwiebeln und Sauce zu b&#228;ndigen. Sie beherrschte das Fleisch mit allen feinmotorischen Tricks. Finger um Finger isst sie sich dem Kebab entlang. Nur kleine  schmierige Reste l&#228;sst sie der Alufolie &#252;brig.</p>
<p>Da beginnen sie zu schwatzen. Man horcht auf, versteht immer wieder Versatzst&#252;cke. Code-Switching denkt der linguistische Hirnbereich, schon geh&#246;rt im Zusammenhang mit italienischen Migranten. Es wird immer gerade die Sprache verwendet, in der sich etwas am besten ausdr&#252;cken l&#228;sst. «Jupe» sagen sie auf Schweizerdeutsch, um dann auf T&#252;rkisch weiterzufahren.</p>
<p>Der Beobachter mischt sich ins Gespr&#228;ch ein: «Macht ihr das bewusst, dass ihr die Sprache wechselt?» &#8211; «Weisst du, wenn du beide Sprachen gut kannst, passiert das automatisch.» Die Frau nebenan, die das Gespr&#228;ch auch belauscht hat, lacht mit ihren Lippen. Schweigen.</p>
<p>Linguistik t&#246;tet Gespr&#228;che. Und beim Ausziehen war Sauce auf dem Schuh.</p>
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		<title>Kurzbrot</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Butter]]></category>
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		<description><![CDATA[«Sie schreibt B&#252;cher, die sich gut verkaufen, und sie b&#228;ckt Shortbreads», argumentierte sie. «Ich mag Shortbreads: Butter, Mehl, Salz und Zucker», lautete sein Urteil. Es sei die Komposition, die fessle: «Um f&#252;nf vor halb zehn l&#228;uft es noch auf die &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/11/09/kurzbrot/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>«Sie schreibt B&#252;cher, die sich gut verkaufen, und sie b&#228;ckt Shortbreads», argumentierte sie. «Ich mag Shortbreads: Butter, Mehl, Salz und Zucker», lautete sein Urteil. Es sei die Komposition, die fessle: «Um f&#252;nf vor halb zehn l&#228;uft es noch auf die Katastrophe zu, das musst du so gut planen k&#246;nnen. &#220;berhaupt, schau dir die Dramaturgie an: Um viertel vor zehn ist alles wieder gut, weil sich die Katastrophe zum Missverst&#228;ndnis wendet.» Er h&#228;tte lieber die Katastrophe behalten, sie verteidigte alles mit der Wendung: «So passt es ins Leben, Anderes wollen wir nicht sehen.»</p>
<p>So haben wir Kitsch und andere Qualit&#228;ten unterschieden. Draussen regnete es, im Backofen brutzelten Marroni vor sich hin, ganz wie man sich einen Herbstabend vorstellt. Wenn wir im Film gewesen w&#228;ren, h&#228;tten wir Sherry getrunken statt Caipirinha. Und wir h&#228;tten &#252;ber die Nachbarn gesprochen statt uns diese Kurzgeschichte &#252;ber den Stromausfall vorzulesen. Wir hatten den Film in uns und assen dazu dieses Butter-Mehl-Salz-Zucker-Geb&#228;ck.</p>
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		<title>Spinnenh&#228;nde</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 16:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Akkord]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie tanzen auf Tasten umher, mal sehen sie aus wie H&#228;nde, dann wie Finger und zuletzt wie Spinnen: Sie kn&#252;pfen Netze aus T&#246;nen, indem sie Akkorde miteinander verbinden. Die Zuschauer lassen sich fangen, von den Kl&#228;ngen bet&#246;ren, bevor sie sich &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/04/26/spinnenhaende/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1134"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Sie tanzen auf Tasten umher, mal sehen sie aus wie H&#228;nde, dann wie Finger und zuletzt wie Spinnen: Sie kn&#252;pfen Netze aus T&#246;nen, indem sie Akkorde miteinander verbinden. Die Zuschauer lassen sich fangen, von den Kl&#228;ngen bet&#246;ren, bevor sie sich zum Befreiungsschlag entschliessen. Noch bevor wieder Stille eingekehrt ist, klatschen sie sich frei, um einer kleinen Metamorphose beizuwohnen. Die virtuose Musik verwandelt die Spinnen in Schmetterlinge.</p>
<p>Das Leben, ein Tanz auf Spinnenh&#228;nden.</p>
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		<title>Chlorgebrabbel</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 18:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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		<description><![CDATA[Man kann an einer Station aus dem Zug aussteigen, an der man sich die Leute angucken kann, die Verantwortung tragen. Einer schleppt da den gr&#246;sseren Bauch mit sich herum als der andere. Das muss wohl vom vielen Entscheiden kommen: Kaufen, &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/03/03/chlorgebrabbel-198/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1114"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Man kann an einer Station aus dem Zug aussteigen, an der man sich die Leute angucken kann, die Verantwortung tragen. Einer schleppt da den gr&#246;sseren Bauch mit sich herum als der andere. Das muss wohl vom vielen Entscheiden kommen: Kaufen, verkaufen, behalten, eine Option auf den Kauf kaufen, die Option auf den Kauf verkaufen.</p>
<p>Sie haben ihre separate T&#252;r, wenn sie aus dem Bahnhof hinaustreten wollen. An einer anderen T&#252;r kann man an dieser Station auch Leute anschauen, die &#252;ber diejenigen mit der Verantwortung Geschichten schreiben. Welten trennen diese beiden Spezies: Tropfen eines tosenden Gew&#228;ssers.</p>
<p>An der selben Station steigen auch die Leute aus, die sich wie Fische f&#252;hlen wollen. Sie wechseln die Strassenseite, ignorieren mit Wohlwollen die Verantwortungstr&#228;ger – man soll die schwer Tragenden nicht noch &#228;rger belasten –, weil sie Wichtigeres zu tun haben.</p>
<p>Sie schwitzen unter Schwerstarbeit und merken nichts davon, weil sie im Wasser arbeiten. Das linke Bein hoch, dann das rechte, alles sch&#246;n im Takt der Musik, die mehr von Vorgestern nicht sein k&#246;nnte. Diejenigen, die sich nicht anleiten lassen von der Dame mit Turnschuhen, teilen sich in Schnelle und Langsame, indem sie Bahnen ziehen.</p>
<p>Kommen sie aus dem Geb&#228;ude, das eigens dazu gebaut wurde, Wasser zu enthalten, sehen sie alles in anderem Licht: Die H&#228;ndler, die mit Unsichtbarem handeln, die Schreiberlinge, die im Glaskomplex sitzen, und die abertausend Wasserteilchen, die von oben nach unten fliessen.</p>
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		<title>Elefanten am Ganges</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 20:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Entgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
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		<description><![CDATA[Da spricht man &#252;ber Erweiterungen von EU-Grenzen im Rahmen der Bilateralen Vertr&#228;ge, was an sich schon Kuriosit&#228;tswert hat, wenn sich im Moment die Politik doch um Dinge wie HarmoS, Nachfolge Schmid oder ein flexibles AHV-Alter drehen w&#252;rden. Es kommen die &#8230; <a href="http://textworker.ch/2008/11/26/elefanten-am-ganges/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=707"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Da spricht man &#252;ber Erweiterungen von EU-Grenzen im Rahmen der Bilateralen Vertr&#228;ge, was an sich schon Kuriosit&#228;tswert hat, wenn sich im Moment die Politik doch um Dinge wie HarmoS, Nachfolge Schmid oder ein flexibles AHV-Alter drehen w&#252;rden. Es kommen die alten Argumente, dass man Grenzen geschlossen halten muss, damit keine Arbeitspl&#228;tze verloren gehen. Und dass Affen und Elefanten ohnehin nicht viel gemeinsam h&#228;tten.</p>
<p>Im gleichen Atemzug erw&#228;hnt er die neuen Angebote, die er im Internet entdeckt hat: Geisterschreiber aus Indien, die perfekte englische Texte hervorzaubern und keinen goldenen Penny verlangen, sondern sich auch mit weniger zufrieden geben. Oder er erz&#228;hlt, wie toll es sei, dass seine B&#252;cher jetzt immer diesen w&#252;rzigen Geruch an sich h&#228;tten, speziell dann, wenn er seine Fotob&#252;cher mit den Ferienerinnerungen aus Bulgarien im Billigparadies am Ganges drucken lasse.</p>
<p>In solchen Momenten kommt es einem richtig spanisch, nein vielmehr ungarisch vor, w&#228;hrend man den n&#228;chsten Appenzeller bestellt.</p>
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		<title>Gr&#252;nende Hoffnung im Kinderwagen</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/06/26/gruenende-hoffnung-im-kinderwagen/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 19:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
		<category><![CDATA[Sommernacht]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Kinder im Wagen vom Griesgram gebremst werden. Ein Eindruck aus dem Wald. <a href="http://textworker.ch/2008/06/26/gruenende-hoffnung-im-kinderwagen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=398"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Schon wieder im Wald spazieren gegangen. Da ist das Wetter viel ertr&#228;glicher, die Spazierg&#228;nger dadurch auch. Nur sie, die eine Frau, die ihren Kinderwagen beim steilen Abstieg bremst, zieht ein Gesicht, wie man es noch nie gesehen hat.</p>
<p>Warum sie so schlecht gelaunt sein mag? – Nicht alles ist den Menschen vom Gesicht abzulesen, schon gar nicht, wenn Blickkontakt explizit verweigert wird, nur ja keinen Blick durch die Augen nach innen erlauben! Und auch wenn man gewillt ist, das Unerkl&#228;rliche zu erkl&#228;ren, sollte man es mit Erkl&#228;rungen von Gesichtern so halten wie es Zettel in Shakespeares Sommernachtstraum h&#228;lt:</p>
<blockquote><p>Zettel spricht:«[…] Ich habe ein &#228;u&#223;erst rares Gesicht<br />
gehabt. Ich hatte &#8216;nen Traum – &#8216;s geht<br />
&#252;ber Menschenwitz, zu sagen, was es f&#252;r<br />
ein Traum war. Der Mensch ist nur ein<br />
Esel, wenn er sich einfallen l&#228;&#223;t, diesen<br />
Traum auszulegen.» (4. Aufzug, 1. Szene)</p></blockquote>
<p>Man w&#228;re also ein Esel, zu erkl&#228;ren, was dieser Frau das Gesicht bei Temperaturen wie diesen einfrieren l&#228;sst. Polarsterne auf <a href="http://textworker.ch/2008/06/25/nackte-koerper-im-wald/">nackten B&#228;uchen</a> werden es wohl nicht gewesen sein.</p>
<p>Viel sch&#246;ner w&#228;re es allerdings, wenn ihr Gesicht mit einem L&#228;cheln darauf versteinern w&#252;rde. Ein L&#228;cheln, das f&#252;r andere da ist, ein L&#228;cheln, das weitererz&#228;hlt werden will, und ein L&#228;cheln, das der gr&#252;nenden Hoffnung im Kinderwagen ein Fundament zu legen weiss.</p>
<p>So wie die B&#252;ste im Garten:</p>
<p><a href="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/06/1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-399" title="Ernstes L&#228;cheln im Garten" src="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/06/1.jpg" alt="Ernstes L&#228;cheln im Garten" width="500" height="375" /></a></p>
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		<title>Die K&#246;nigin des Wassers</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/06/07/die-koenigin-des-wassers/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 07:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[fisch]]></category>
		<category><![CDATA[königin]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus den Bildern des Wassers erw&#228;chst die K&#246;nigin. <a href="http://textworker.ch/2008/06/07/die-koenigin-des-wassers/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=391"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>W&#228;hrend technisch begabte ihre Runden wie Fische schwimmen, sind auch Wasserratten auf der Bahn, die um Himmels willen nicht den Kopf ins Wasser stecken wollen. Auch die Dame mit dem freundlichen Gesicht, die einem noch den Vortritt gew&#228;hrte, weil sie eine kompliziertere Angelegenheit an der Kasse zu erledigen hatte.</p>
<p>Peinlich ber&#252;hrt streifen sich die Blicke. Dusseliger h&#228;tte man sich am Drehkreuz nicht verhalten k&#246;nnen: Den Strichcode nach unten gehalten statt nach oben. Den Piepston vergeblich erwartet. Nochmals zur&#252;ckgeeilt und Tipps von Kennern der technischen Ausstattung erhascht.</p>
<p>Pl&#246;tzlich klappt es beim ersten Mal, dem Sprung ins Wasser steht nichts im Wege. Man stellt sich vor, elegant ins Wasser zu springen, alle um sich herum von seiner K&#246;rperspannung zu &#252;berzeugen. Nicht einmal sich selbst kann man davon &#252;berzeugen und nimmt stattdessen wie die &#228;lteren Semester, die gem&#252;tlich ihre Runden drehen, die Treppe zum sachten Einstieg ins Wasser.</p>
<p>Nebenan die Kinder beobachten, wie sie vom Einmeter ins Wasser springen. Dabei in die eigene Vergangenheit zur&#252;ckkatapultiert werden. Bilder vom Badmeister, der Schindele hiess, tauchen auf. Wie wenn sie sich im Wasser konserviert h&#228;tten; dem Chlor jahrelang getrotzt.</p>
<p>Und dann schwimmt die Dame vom Eingang an einem vorbei. Demonstrativ nach draussen schauend, wie eine K&#246;nigin des Wassers. Sie hat den Kopf in edler Einfachheit in die H&#246;he gereckt. In nahezu unerreichbarer Position. Der einzige Trost, der bleibt: Man weiss sich im gleichen Wasser sitzen.</p>
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		<title>Seeflucht</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/05/11/seeflucht/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 15:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[limmat]]></category>
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		<category><![CDATA[Zürich]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Schiffsreislein nach Rapperswil. Eindr&#252;cke aus der mittelalterlichen Stadt mit aktivem Kloster und wunderbarer Promenade. <a href="http://textworker.ch/2008/05/11/seeflucht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=377"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><strong>Ein Schiffsreislein nach Rapperswil. Eindr&#252;cke aus der mittelalterlichen Stadt mit aktivem Kloster und wunderbarer Promenade.</strong></p>
<p>Zum Bild bin ich ja immer noch den Text schuldig geblieben. Entweder sind die Leser dieses Blogs zu kommentarscheu, es gibt gar keine Leser dieses Blogs oder – und so hoffe ich – das Bild war nicht so einfach zu lokalisieren. Hier deshalb nochmals das Bild:</p>
<p><a href="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/05/im-rebberg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-341" title="DSCN0120.JPG" src="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/05/im-rebberg-300x225.jpg" alt="Der Rebberg in der Stadt" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Wenn man rechts vor dem Eingang des <a href="http://www.klosterrapperswil.ch/">Kapuzinerklosters zu Rapperswil</a> die Treppe hinaufgeht, bekommt man diese Sicht auf die Stadtmauer, den Rebberg und die Silhouette der Wohnh&#228;user des St&#228;dtchens Rapperswil. Geht man da noch einige Schritte mehr richtung Himmel, kann man eine wunderbare Aussicht geniessen: Auf der einen Seite die Kapelle des Klosters, an die sich ein Teich anschmiegt, auf der anderen Seite ein noch gr&#246;sseres Gew&#228;sser, das den meisten bekannt sein d&#252;rfte unter dem Namen Z&#252;richsee.</p>
<p>Schreitet auf die andere Seite, kann man auch den Seedamm &#252;berblicken und einen Blick auf den Obersee erhaschen. W&#228;hrend derjenige, der dieses Foto geschossen hat, ein paar Schritte tat, hatte er bereits eine Reise durch den halben Kanton Z&#252;rich hinter sich gebracht: Von Winterthur kommend beobachtete er, wie eine Dame mit Natur-Xylophon (wie man sie an den <a href="http://www.afro-pfingsten.ch/">Afro-Pfingsten</a> zu sehen gewohnt ist) ein ganzes Abteil f&#252;r sich und dieses Xylophon verbraucht hatte.</p>
<p>Die internationale Aura des Flughafens liess einige Touristen und Gesch&#228;ftsleute den Zug nehmen, um in der &#246;rtlichen Metropole und Grossstadt Z&#252;rich gesch&#228;ftig t&#228;tig zu werden. Die einen, mit Laptop ausger&#252;stet, mussten sich beeilen, Sitzungen zu erreichen; Touristen konnten es ein wenig gem&#252;tlicher nehmen und mit dem Limmatschiff die Limmat hinauf zum B&#252;rkliplatz fahren.</p>
<p>Vom B&#252;rkliplatz her bieten sich mehrere M&#246;glichkeiten, die Erkundung des &#246;rtlichen Territoriums fortzusetzen. Der Schiffreisende nimmt aber eine Perspektive ein, die ihm dieses Territorium wunderbarer, um nicht zu sagen fliessender, erscheinen l&#228;sst. Hier und da eine kurze Auszeit, gerade gen&#252;gend Zeit f&#252;r die Einsteige- und Aussteigewilligen, neue Wege einzuschlagen.</p>
<p>Die Seeflucht an sich hat dabei ihren ganz speziellen Reiz: Weder pollenartige Eindr&#252;cke noch Grossstadtsilhouetten lassen den Reisenden aus der wunderlichen Stimmung bringen; es scheint fast so, als ob des Wassers Kraft die Luft reinigte. Vielleicht eine vorauseilende Wirkung des Kraftortes, der als Ziel ausgesucht?</p>
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		<title>Gottfried Kellers Briefe</title>
		<link>http://textworker.ch/2008/04/29/gottfried-kellers-briefe/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 13:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[gottfried keller]]></category>
		<category><![CDATA[Kritzelei]]></category>
		<category><![CDATA[ZB]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele der Briefe Kellers sind &#228;usserst lesenswert und aufschlussreich. Ein Blick in die Briefe zeigt einen Teil des Entstehungsprozesses seines Werkes. <a href="http://textworker.ch/2008/04/29/gottfried-kellers-briefe/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=332"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Die <a href="http://www.zb.uzh.ch/">Zentralbibliothek Z&#252;rich</a> hat in ihrer Sammlung einen grossen Schatz gebunkert: Handschriften aus dem Mittelalter, einige der ersten Drucke (sogenannte Inkunabeln oder Wiegendrucke) und weitere kostbare Archivalien. Darunter befindet sich auch ein grosser Teil der Manuskripte und Briefe von <a href="http://www.gottfriedkeller.ch/">Gottfried Keller</a>, einem der wohl bekanntesten Z&#252;rcher.</p>
<p>Aber er ist nicht nur einer der bekanntesten Z&#252;rcher. Vielmehr hat er wohl Z&#252;rich mit der Eingangspassage des Gr&#252;nen Heinrichs ein Gesicht in der Weltliteratur geschenkt. Wie kein anderer l&#228;sst er den Blick &#252;ber die Stadt schwenken, eine der St&#228;dte mit Anschluss an einen See, und l&#228;sst den Leser an seinem Z&#252;rich teilhaben.</p>
<p>Sozusagen als Geschenk auf die andere Seite lagert die Zentralbibliothek nun einen grossen Teil der Briefwechsel Gottfried Kellers. Diese Briefe werden im Zuge der neuen Historisch-Kritischen-Keller-Ausgabe neu herausgegeben, ein grosser Teil wird dabei sogar zum ersten Mal herausgegeben und einem breiteren Publikum erschlossen. Nicht jeder kann schliesslich die Briefe in der Zentralbibliothek anschauen gehen.</p>
<p>Dass sich nicht jeder eine Historisch-Kritische-Keller-Ausgabe zu leisten vermag, versteht sich auch von selbst. Wer allerdings die Vorz&#252;ge des Internets zu nutzen weiss – und das wissen Leser dieser Zeilen wohl –, kann sich durch ausgew&#228;hlte Schriften Kellers lesen. Ganz nach Lust und Laune den Gr&#252;nen Heinrich in der ersten und zweiten Fassung parallel, damit man die Unterschiede festmachen kann, die Leute von Seldwyla oder gar Kleider machen Leute. Und nat&#252;rlich die <a href="http://www.kellerbriefe.ch/">Briefe</a>, die den langwierigen Entstehungsprozess des Gr&#252;nen Heinrichs dokumentieren.</p>
<p>Wer gerne Kritzeleien entziffert, sollte sich unbedingt die «<a href="http://gottfriedkeller.ch/aufsatz/betty.htm">Kolossale Kritzelei</a>» anschauen, wie sie Heinrich Lee veranstaltet. Und weil einen das Keller-Fieber so gepackt hat, gleich so angesteckt hat, doch gleich einmal den Gr&#252;nen Heinrich, Gr&#252;nen Henri oder Henri vert, wie er in Briefen an Hettner genannt wird, in einem Rutsch durchlesen. Dabei am besten nicht jammern &#252;ber die Dicke des Buches, bzw. der B&#252;cher, wenn man beide Fassungen lesen m&#246;chte, sondern durch die Sprache einlullen lassen und dem Gr&#252;nen Heinrich durch die Jugendjahre folgen.</p>
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		<title>«Was die Remer f&#252;rn Schmarrn zamenbaut habn» (121)</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 19:36:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einmal Regenwetter retour mit Eindr&#252;cken von mehr als zweitausend Jahren Architekturgeschichte. <a href="http://textworker.ch/2008/03/27/was-die-remer-fuern-schmarrn-zamenbaut-habn/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/2008/03/27/was-die-remer-fuern-schmarrn-zamenbaut-habn/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Wenn die R&#246;mer w&#252;ssten, wie die Menschen heute auf ihrem Forum Romanum herumlaufen, w&#252;rden sie sich wohl im Grab umdrehen. Hier l&#228;stern sie &#252;ber die Praktiken, die in den Vesta-Tempeln an der Tagesordnung standen, da macht sich Unverst&#228;ndnis f&#252;r die riesigen Tore und S&#228;ulen breit.</p>
<p>Die gleichen Menschen, die ihr Unverst&#228;ndnis kund tun, &#252;berlegen sich mit Ausspr&#252;chen wie «Schau mal, was die Remer f&#252;rn Schmarrn zamenbaut habn» nicht, was sich die Menschen in zweitausend Jahren dar&#252;ber denken, was wir im weltweiten Netz angestellt haben.</p>
<p><span style="color: #0000ee; text-decoration: underline" class="Apple-style-span"><a href="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/03/dscn0092-kopiedkl.jpg" title="malfunction"><img src="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/03/dscn0092-kopiedkl.jpg" alt="malfunction" /></a></span></p>
<p>Nicht dass dann ein Arch&#228;ologe mit diesen tollen Arch&#228;ologenkleidern noch irgendwelche Datengr&#228;ber ausgraben k&#246;nnte – daf&#252;r sind die Bits und Bytes dann wohl doch zu wenig fest und zu sehr von Magneten abh&#228;ngig – aber wer schon Eintritt bezahlt, um das Forum Romanum zu besichtigen, k&#246;nnte doch wenigstens ein wenig Achtung vor der Kultur zeigen, die Bauwerke hervorgebracht hat, die heute noch zu sehen sind. Niemand mag bestreiten, dass von einigen Sachen bloss Steinhaufen zu sehen sind, aber auch diese zeigen die Sorgfalt und M&#252;he, mit der diese einst errichtet und aufgeschichtet wurden.</p>
<p>F&#252;r digitale Fotografien sind die Steinhaufen dann doch noch gute genug, denn schliesslich – so k&#246;nnte man meinen – geht die Repr&#228;sentation &#252;ber die Jahrtausende hinweg: Die R&#246;mer, oder besser gesagt, diejenigen, die es sich leisten konnten, liessen sich Prachtsbauten errichten, mit denen sie ihre Macht repr&#228;sentieren liessen. Der Tourist will seinen Daheimgebliebenen wissen lassen, wo er war: Das Beweisfoto als Repr&#228;sentation seines Interesses an der Kultur, die er Steinhaufen nennt.</p>
<p>Was die Arch&#228;ologen von morgen – beziehungsweise die Touristen von morgen – sagen werden, wenn sie dereinst die Papiere der heute lebenden R&#246;mer ausgraben werden, bleibt nur zu vermuten. Ein Beweisfoto hierzu:</p>
<p><a href="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/03/dscn0094.jpg" title="sp&#252;lung"><img src="http://textworker.ch/wp-content/uploads/2008/03/dscn0094.jpg" alt="sp&#252;lung" /></a></p>
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