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	<description>Ein digital zensierter Sudelblock.</description>
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		<title>Handpuppenlachen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Bauernhof]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Safran Foer]]></category>
		<category><![CDATA[Muni]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der Lekt&#252;re von Jonathan Safran Foers Eating Animals kommen einem die eigenen Tiergeschichten in den Sinn.[1] Wir lachten &#252;ber die Handpuppe, weil sie sagte, die Milch komme von der Kuh oder vom Bauernhof und nicht aus dem Laden. Wir &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/04/12/handpuppenlachen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2359"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Mit der Lekt&#252;re von Jonathan Safran Foers <em>Eating Animals </em>kommen einem die eigenen Tiergeschichten in den Sinn.<a name="_ftnref1" href="#_ftn1"></a>[1]</p>
<p>Wir lachten &#252;ber die Handpuppe, weil sie sagte, die Milch komme von der Kuh oder vom Bauernhof und nicht aus dem Laden. Wir haben so gelacht, weil wir gleichzeitig die weidenden K&#252;he gesehen haben.</p>
<p>Nat&#252;rlich auch, weil wir die Erfahrungen vom Arbeiten auf dem Bauernhof gemacht haben. Die haben es da schon sch&#246;n, haben wir damals gedacht, die Tiere. Die bekommen jeden Tag frisches Stroh eingestreut. Die kleinsten bekommen Milch, die gr&#246;sseren eine Mischung, die man extra f&#252;r sie herstellt. Wie spannend das war, auf dem Futtermischwagen mitzufahren: Da stellten wir ein f&#252;r welche Box Futter gemischt werden soll. Dann fuhren wir zum Grassilo, wo es immer so eigenartig roch und wo es diese Gefahrentafeln gab. Dazu kam dann Mais, dann irgendein Pulver, Ersatz f&#252;r irgendetwas, von dem wir nicht so genau wussten, was es eigentlich war.</p>
<p>Sobald die Ladung das Gewicht erreichte, piepste es. Dann begann die Mischerei. Alles musste eine Weile gemischt werden, damit es gleichm&#228;ssig verteilt war, wie man ein M&#252;esli beim Fr&#252;hst&#252;ck mischt. Wir fuhren dann mit der Maschine in den Stall hoch fuhren zur Box, die wir zuvor eingestellt hatten. Alle Boxen lagen an einer Reihe, die schwersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muni">Munis</a> kamen zuerst, die leichtesten zuletzt. Wir fuhren mit diesem W&#228;gelchen hinein und entluden es. Wir beneideten die Tiere nicht, wie sie den ganzen Tag in dieser Box und auf dem kleinen Platz da draussen herumstehen m&#252;ssen, bis sie ihr Wunschgewicht erreicht haben.</p>
<p>Wir freuten uns &#252;ber die Schweinchen, die sich am Schulweg im Dreck suhlten. Manchmal wollten wir tauschen: L&#246;cher graben, sich einbuddeln und den ganzen Tag faulenzen. Das kleine Schweinchenparadies. Nur wenn sie wieder auf die Waage mussten, fuhren wir schnell am Gehege vorbei. Da quietschten sie so unangenehm. Und wir waren so unheimlich aufgeregt. Wenn wir wieder am Gehege vorbeikamen, hatten alle farbige Markierungen. Nicht alle die gleichen: Die einen hatten einen gelben Strich, andere einen schwarzen. Und wenn wir dann nochmals an ihnen vorbeifuhren, waren sie weg.</p>
<p>Den Bezug zur Milch machten wir. Die kommt aus den K&#252;hen raus, damit sie ihre K&#228;lber tr&#228;nken k&#246;nnen. So wie uns erz&#228;hlt wird, h&#228;tten wir von der Mutter getrunken. Darum lachten wir auch so, als sich die Bauchrednerpuppe &#252;ber die Stadtkinder lustig machte, die nichts davon wissen sollen, was Milch ist. Sie haben doch auch mal so getrunken. Dass diese K&#252;he jedes Jahr ein Kalb geb&#228;ren m&#252;ssen, wussten aber auch wir nicht. Wir wussten nicht, dass Milch nicht einfach so fliesst, sondern etwas mit Hormonen zu tun hat. Oder wohin die Schweinchen fuhren, wenn sie pl&#246;tzlich nicht mehr da waren. Oder was mit den Munis passierte, wenn sie verladen wurden.</p>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a name="_ftn1" href="#_ftnref1"></a>[1] Safran Foer, Jonathan: Eating Animals. 2010.</p>
</div>
</div>
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		<title>Rezensionen und Interviews zu Jonathan Safran Foers: Eating Animals</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Safran Foer]]></category>
		<category><![CDATA[Tier]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Rezensionen und Interviews zu Jonathan Safran Foers Eating Animals Michiko Kakutani in der New York Times: ‘You Know That Chicken Is Chicken, Right?’ Johanna Adorján interviewt Jonathan Safran Foer in der FAZ: Ich liebe W&#252;rste auch. Aber ich esse sie &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/04/09/jonathan-safran-foer-eating-animals/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2346"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Rezensionen und Interviews zu Jonathan Safran Foers <em>Eating Animals</em></p>
<ul>
<li>Michiko Kakutani in der New York Times: <a href="http://www.nytimes.com/2009/11/20/books/20book.html?ref=jonathansafranfoer">‘You Know That Chicken Is Chicken, Right?’</a></li>
<li>Johanna Adorján interviewt Jonathan Safran Foer in der FAZ: <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/2.1719/jonathan-safran-foer-im-interview-ich-liebe-wuerste-auch-aber-ich-esse-sie-nicht-1911699.html">Ich liebe W&#252;rste auch. Aber ich esse sie nicht</a></li>
<li>Hilal Sezgin in Die Zeit: <a href="http://www.zeit.de/2010/33/Vegetarismus-Interview">»Donnerstags kein Fleisch«</a></li>
<li>Andrea K&#246;hler in der NZZ: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_wahrheit_ist_dem_menschen_zumutbar_1.7333810.html">Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar</a></li>
<li>Angela Schader in der NZZ: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/sachlichkeit_aus_wut_geboren_1.9210604.html">Sachlichkeit, aus Wut geboren</a></li>
<li>Peta <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Fw-81D5anlE">http://www.youtube.com/watch?v=Fw-81D5anlE</a></li>
</ul>
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		<title>Bibliothekstypen</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 09:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[In letzter Zeit bin ich oft in Bibliotheken. Die Angestellten haben alle ihre eigenen Eigenschaften: Sie h&#246;ren in Magazin unter dem Boden Musik, wundern sich &#252;ber Besucher, die ihre Jacke &#252;bergezogen behalten, bedanken sich f&#252;r Meldungen, wundern sich &#252;ber die &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/03/09/bibliothekstypen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2342"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>In letzter Zeit bin ich oft in Bibliotheken. Die Angestellten haben alle ihre eigenen Eigenschaften: Sie h&#246;ren in Magazin unter dem Boden Musik, wundern sich &#252;ber Besucher, die ihre Jacke &#252;bergezogen behalten, bedanken sich f&#252;r Meldungen, wundern sich &#252;ber die Ignoranz ihrer Besucher. Und sie sind vor allem resistent gegen den Geruch der B&#252;cher. Mit einem gewissen Alter entwickeln die B&#252;cher n&#228;mlich ein Eigenleben. Das l&#228;sst einen die Finger jucken, sodass man die Texte ganz schnell einscannt, den Papierstaub vom Glas wischt und die B&#252;cher zur&#252;ckbringt.</p>
<p>Wenn ich in einer Bibliothek arbeiten w&#252;rde, w&#252;rde ich mit Listen auseinandersetzen. Ich w&#252;rde mir anschauen, welche B&#252;cher jemand ausgeliehen hat. Ich w&#252;rde mir die Kombinationen von B&#252;chern anschauen. Hinter jeder Liste ein Mensch. Ganz diskret w&#252;rde ich dann wissen, dass jemand sich intensiv mit Metaphern auseinandersetzt. Aus den Listen w&#252;rden Figuren entstehen, die ich mir ausserhalb der Bibliothek vorstellen w&#252;rde, wie sie ihre B&#252;chers&#228;cke nach Hause oder in ihr B&#252;ro schleppen. Wie sie sich &#252;ber die B&#252;cher beugen oder ob sie sie in eine Ecke stellen, um sie ungelesen wieder zur&#252;ckzubringen.</p>
<p>S&#228;he ich jemanden wieder, w&#252;rde ich mich freuen: Das ist der <em>Metaphernjunkie</em>, das die <em>Barockmystikerin</em>, der <em>Filmexperte</em>, die <em>Psychoanalytikerin</em>, der <em>Bachtinleser</em>, die <em>Theologin</em>, der <em>Eichendorffliebhaber</em>, der <em>Bernhardkenner</em>, die <em>G&#228;rtnerin</em>, der <em>Paradiesler</em>, der <em>Realist</em>, die <em>Lexikografin</em>, die <em>Handschriftenfanatikerin</em>, die <em>Naturwissenschaftlerin</em>, der <em>&#214;konom</em>. Sie w&#228;ren da und gleich wieder weg, mit diesem Strahlen auf dem Gesicht, wenn sie etwas gefunden haben. Und mit der frustrierten Haltung, wenn sie B&#252;cher schleppen und wieder zur&#252;ckbringen.</p>
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		<title>Unser Sturm</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 06:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Chor]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Menschen zusammen klingen. Experimentieren, was passiert, wenn alle zusammen ihre Windkl&#228;nge miteinander kombinieren. Aus dem leisen Ges&#228;usel ergibt sich ein gemeinsamer Anstieg zu einer grossen gef&#228;hrlichen Wucht. Bei den einen klingt es wie in einem Unwetter, bei anderen wie &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/02/27/unser-sturm/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2336"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Mit Menschen zusammen klingen. Experimentieren, was passiert, wenn alle zusammen ihre Windkl&#228;nge miteinander kombinieren. Aus dem leisen Ges&#228;usel ergibt sich ein gemeinsamer Anstieg zu einer grossen gef&#228;hrlichen Wucht.</p>
<p>Bei den einen klingt es wie in einem Unwetter, bei anderen wie in einem fr&#252;hlingshaften Sturm, der aufwecken soll. Zusammen klingt das aber schon ziemlich ausgewachsen und wenn das wirklich w&#228;re, h&#228;tten wir Angst bekommen.</p>
<p>Dann macht A. pl&#246;tzlich ein Zeichen, winkt den Sturm ab. Er wird wieder zum Ges&#228;usel und zum Schluss geniessen wir die gemeinsame Stille. Und wir staunen, dass wir zusammen einen solch f&#252;rchterlichen Sturm geschaffen haben. Dabei war alles nur Vor&#252;bung.</p>
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		<title>Linkeria #40: Verachtung gegen Computer</title>
		<link>http://textworker.ch/2012/02/24/linkeria-40-verachtung-gegen-computer/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 10:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linkeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei anmutunddemut gibt es schon seit ich mitlese diesen technikkritischen Ton. Darum lese ich schliesslich auch mit. Seit einigen Tagen hat sich der Ton versch&#228;rft. Ben_s Haltung gegen Computer ist die der Verachtung. Computer sind in seinen Augen scheisse. Und Apples &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/02/24/linkeria-40-verachtung-gegen-computer/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2332"><!-- &nbsp; --></abbr>
<ul>
<li>Bei <a href="http://anmutunddemut.de">anmutunddemut </a>gibt es schon seit ich mitlese diesen technikkritischen Ton. Darum lese ich schliesslich auch mit. Seit einigen Tagen hat sich der Ton versch&#228;rft. Ben_s Haltung gegen Computer ist die der <a href="http://anmutunddemut.de/2012/02/22/verachtung.html">Verachtung</a>. <a href="http://anmutunddemut.de/2012/02/18/computer-sind-scheise.html">Computer</a> sind in seinen Augen scheisse. Und Apples <a href="http://anmutunddemut.de/2012/02/18/berglowe.html">Mountain Lion</a> b&#246;se.</li>
<li><a href="http://stromzufuhr.de/2012/02/19/der-digitale-ruckzug/">Der digitale R&#252;ckzug</a>: <a href="http://stromzufuhr.de">Stromzufuhrs </a>Weg zur&#252;ck in die Freiheit. &#220;ber den Wechsel zur&#252;ck nach Linux. Zur&#252;ck im doppelten Sinne: Einmal zur&#252;ck, weil es ihm schon einmal zu beschwerlich war. Und einmal, weil es ein zur&#252;ck ist in die Welt der Computer, in der man selbst bestimmen kann, was auf dem Rechner l&#228;uft.</li>
<li><a href="http://achnichts.cwoehrl.de/?p=4088">Alles komplex</a>: Zur&#252;ck in die weniger komplexe Welt kommt Christian W&#246;hrl mit dem Bild eines elementaren Velos.</li>
</ul>
<p><em><a href="http://textworker.ch/category/linkeria/">Linkeria </a>– 3 Links und K&#252;rzestzusammenfassungen zu interessanten, vision&#228;ren, relevanten und lesenswerten Texten und Internetseiten in unregelm&#228;ssiger Folge. </em></p>
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		<title>Elektronische Briefk&#228;sten</title>
		<link>http://textworker.ch/2012/02/08/elektronische-briefkaesten/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum rennt man eigentlich viertelst&#252;ndlich zum elektronischern Briefkasten? Weil man auf Antworten wartet, und weil man so gerne wahrnehmen w&#252;rde, dass man wahrgenommen wurde. Letztlich also, weil man ein kommunikatives Wesen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2326"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Warum rennt man eigentlich viertelst&#252;ndlich zum elektronischern Briefkasten? Weil man auf Antworten wartet, und weil man so gerne wahrnehmen w&#252;rde, dass man wahrgenommen wurde. Letztlich also, weil man ein kommunikatives Wesen ist.</p>
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		<title>Kulturmagazin f&#252;r Winterthur</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 10:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meta]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Winterthur]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Winterthurerin, lieber Winterthurer Sandra Biberstein, eine Primarschulkollegin von mir, hat grosses vor. Sie m&#246;chte mit Freunden ein Kulturmagazin herausgeben, das in der Mache ist. Ich habe mich im Dezember davon &#252;berzeugt, dass es ein interessantes Projekt ist. Es w&#228;re &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/02/08/kulturmagazin-fur-winterthur/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2321"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Liebe Winterthurerin, lieber Winterthurer</p>
<p>Sandra Biberstein, eine Primarschulkollegin von mir, hat grosses vor. Sie m&#246;chte mit Freunden ein Kulturmagazin herausgeben, das in der Mache ist. Ich habe mich im Dezember davon &#252;berzeugt, dass es ein interessantes Projekt ist. Es w&#228;re schade, wenn es nicht realisiert werden k&#246;nnte.</p>
<p>Ein Verein ist schon gegr&#252;ndet, die Ideen sind da, jetzt geht es darum, die Finanzierung f&#252;r die n&#228;chste Phase zu sichern: Grafiker sollen das Layout f&#252;r das Magazin herstellen, eine Probenummer erstellt werden. Leider sind sie jung, voller Ideen, aber ohne Geld&#8230; Hier sind <a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2012/02/Grobkonzept.pdf">Konzept </a>und <a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2012/02/Talon-G&#246;nner.pdf">Talons f&#252;r G&#246;nner</a>. Es w&#228;re toll, wenn du sie an potenzielle Interessenten weiterleiten k&#246;nntest!</p>
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		</item>
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		<title>Computer und kognitive Begl&#252;ckung</title>
		<link>http://textworker.ch/2012/01/25/computer-und-kognitive-begluckung/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 17:50:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[«Die Computer tun nichts anderes, als mit der menschlichen Faszination der Suche zu spielen, mal zu ihrem Vorteil, mal zu ihrem Verderben. Aber Gl&#252;cksbotenstoffe wie Dopamin werden nicht nur durch googeln freigesetzt; jeder, der einen Gedanken oder eine L&#246;sung gefunden &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/01/25/computer-und-kognitive-begluckung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2313"><!-- &nbsp; --></abbr>
<blockquote><p>«Die Computer tun nichts anderes, als mit der menschlichen Faszination der Suche zu spielen, mal zu ihrem Vorteil, mal zu ihrem Verderben. Aber Gl&#252;cksbotenstoffe wie Dopamin werden nicht nur durch googeln freigesetzt; jeder, der einen Gedanken oder eine L&#246;sung gefunden hat, ein Kunstwerk geschaffen oder eine Erkenntnis verinnerlicht hat, kennt das ‹Heureka› kognitiver Begl&#252;ckung.»(S. 209)</p></blockquote>
<p>Schirrmacher, Frank. Payback: Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle &#252;ber unser Denken zur&#252;ckgewinnen. 1. Aufl. Karl Blessing Verlag, 2009.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Workflows</title>
		<link>http://textworker.ch/2012/01/19/workflows/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 22:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Workflow]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann sich gut und lange &#252;berlegen, mit welchen Programmen man arbeitet. Man kann sich noch viel besser und viel l&#228;nger &#252;berlegen, mit welchen Ger&#228;ten man arbeitet. Aber am besten &#252;berlegt man sich so lange die beiden ersten Dinge, dass &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/01/19/workflows/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2308"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Man kann sich gut und lange &#252;berlegen, mit welchen Programmen man arbeitet. Man kann sich noch viel besser und viel l&#228;nger &#252;berlegen, mit welchen Ger&#228;ten man arbeitet. Aber am besten &#252;berlegt man sich so lange die beiden ersten Dinge, dass man gar nicht dazu kommt &#252;berhaupt etwas zu machen.</p>
<p>Gewisse Dinge muss man dann einfach machen (zum Beispiel ein iPad kaufen). Dann findet man es ganz toll, so ein Teil zu besitzen. Dann liest man irgendwo, dass es vielleicht doch nicht so toll ist, weil man da sehr gebunden ist an das, was einem f&#252;r das Ger&#228;t angeboten wird. Und dann zeigt man seiner Liebsten, wie viel Elektroschrott man da so auft&#252;rmen kann auf dem Tisch. Da schreibt man Essays &#252;ber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Michailowitsch_Bachtin">Bachtin</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Humboldt">Humboldt</a> darauf. In der Bibliothek sieht man aber all die mit ihren riesigen Macbook Pros, so ohne gl&#228;nzigen Schirm. Und pl&#246;tzlich kommt einem die Idee wieder: Viel besser w&#228;re ein Ger&#228;t f&#252;r alles.</p>
<p>Aber meine lieben Kinder, das gibt&#8217;s nicht. Einfach war wohl gestern. Und deshalb bringts auch gar nichts, sich tausend Mal zu &#252;berlegen, was man eigentlich h&#228;tte tun sollen. Denn das Pad ist schon gekauft, und es ist unglaublich leicht und mit externer Tastatur sehr gut zu betippen (&#252;brigens auch ohne).</p>
<p>Und schliesslich kommt&#8217;s auf die <a href="http://www.musikzimmer.ch/wordpress/archives/176">Workflows</a> an, die man sich f&#252;r die Ger&#228;te zusammenschustert. Und f&#252;r all die Programme und Apps. Und das hiesse dann: Schreiben mit dem iPad, auszeichnen mit Formatvorlagen in Word, aber heiss gestrickt und dann einmal in <a href="http://www.tustep.uni-tuebingen.de/">Tustep</a> reinlassen und sch&#246;n ist. Oder: Feeds mit dem Google <a href="http://reader.google.com">Reader</a> lesen und weiterempfehlen auf den Social Networks. Oder B&#252;cher kaufen, ISBN-Nummern mit <a href="http://zotero.org">Zotero</a> erfassen und erst dann ins B&#252;chergestell legen.</p>
<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2012/01/20120119-233646.jpg"><img src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2012/01/20120119-233646.jpg" alt="20120119-233646.jpg" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>Wordeln f&#252;r bessere Texte</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Stechlin]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[Wordle macht sch&#246;ne Tag-Clouds. Es fasst mit seinen Wolken aber auch wichtige bzw. h&#228;ufige Begriffe aus Texten heraus und stellt sie visuell dar. Das habe ich mit dem Stechlin etwa gemacht, der so unglaublich &#252;berblickbar wirkt. Nach diesem Wordle kommen &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/01/05/wordeln-fur-bessere-texte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2234"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><a href="http://www.wordle.net/">Wordle</a> macht sch&#246;ne Tag-Clouds. Es fasst mit seinen Wolken aber auch wichtige bzw. h&#228;ufige Begriffe aus Texten heraus und stellt sie visuell dar. Das habe ich mit dem <a href="http://textworker.ch/2010/12/18/stechlin-gewordlet/">Stechlin</a> etwa gemacht, der so unglaublich &#252;berblickbar wirkt. Nach diesem Wordle kommen die W&#246;rter <em>ja</em> oder <em>immer</em> relativ h&#228;ufig vor.</p>
<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/12/Stechlin-Wordle-alf.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2025" title="Stechlin Wordle" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/12/Stechlin-Wordle-alf.png" alt="Der Stechlin dargestellt von Wordle" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Dies brachte mich auf die Idee, Seminararbeiten zur &#220;berabeitung zu wordeln: Ich kopierte den gesamten Text einer Seminarbeit in Wordle hinein, das mir dann schnell sehr h&#228;ufige W&#246;rter zeigte. Interessanterweise war es nicht Terminologie, die geh&#228;uft vorkam, sondern W&#246;rter wie <em>zeigen</em> oder <em>sich zeigen</em>.</p>
<p>Mit dieser Liste h&#228;ufig vorkommender W&#246;rtern l&#228;sst sich nun gut nach dem Stilprinzip <em>variatio delectat</em> vorgehen. Die sehr h&#228;ufig vorkommenden W&#246;rter sucht man in der Textverarbeitung und markiert sie farblich oder typografisch. Ausgedruckt (aber auch am Bildschirm) eruiert man dann die H&#228;ufungen, erschrickt &#252;ber sich selbst und die eigene Schreibe. In einem zweiten Schritt lassen sich meistens treffendere W&#246;rter finden, viele lassen sich aber auch einfach streichen.</p>
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		<title>45 Stichw&#246;rter f&#252;r 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 09:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meta]]></category>

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		<description><![CDATA[Vermessung des Gesichts / Neuerwerbungsliste / Goldene Hochzeit / Grossvater h&#246;rt auf zu Erz&#228;hlen / Wahlwerbung einpacken / Bachelorfeier / Anleitung Tustep auf Mac / OLAT@UZH / «Der Teufel ist ein Macho» / Das Alte und Neue in Fontanes Stechlin &#8230; <a href="http://textworker.ch/2012/01/05/45-stichwoerter-fur-2011/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2285"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Vermessung des Gesichts / Neuerwerbungsliste / Goldene Hochzeit / Grossvater h&#246;rt auf zu Erz&#228;hlen / Wahlwerbung einpacken / Bachelorfeier / <a title="Tustep auf Mac (PDF)" href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2012/01/Anleitung-Tustep-auf-Mac.pdf" target="_blank">Anleitung Tustep auf Mac</a> / OLAT@UZH / «Der Teufel ist ein Macho» / Das Alte und Neue in Fontanes Stechlin / Pedalo / Wandern / Schaukel abbauen / Paris / Geistliches Spiel / Brunchen bis zum Rollen / Lesbarkeit / Masoala by Night / Wanderratten-Transkript / Lausannes Schreibmaschinen / OLAT Community Meeting / <a href="http://www.fotomuseum.ch/index.php?id=540" target="_blank">Ai Weiwei@Fotomuseum</a> / Openair-Kino / <a title="Flickr-Fotogalerie" href="http://www.flickr.com/photos/claudionotz/sets/72157627539469450/" target="_blank">Stockholm</a> / <a href="http://www.youtube.com/watch?v=MfM9gQkfwyg">Thank you for the Music</a>: Eksh&#228;rad / 22.7.2011 Oslo – Utøya / <a href="http://www.musikfestwochen.ch/de/programm-detail---0--0--0--143--0--0.html" target="_blank">Musikfestwochen</a>: 77 Bombay Street / Kochrezepte aus der Vadiana / Zotero / Konrad von W&#252;rzburg / Kulturen des Kalten Krieges / Wien: <a href="http://www.albertina.at/die_sammlung/sammlung_forberg" target="_blank">Sammlung Forberg</a> / Kulturtheorien / Silensor / Kommunikations- und Zeichentheorien / Stimmbildung / iPad / Mystik / Wissenschaftssprache / 125 Jahre DS@UZH / <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wenzelsbibel" target="_blank">Wenzelsbibel</a> / Versteigerung / <a href="http://www.rietberg.ch/de-ch/ausstellungen/mystik-extra.aspx">Ladders to Heaven</a> / Brunckhorst / Jungle Speed</p>
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		<title>Schneeknirschen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 07:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Schnee macht alles leise. Flugzeuge scheinen weiter entfernt, Autos fahren langsamer und leiser. Motorenrauschen verschwindet im Schneetreiben. Unter Schuhen knirscht es auf diese schneeige Weise, um uns herum ist alles weiss. Nur manchmal wird das alles unterbrochen. Dann macht Schnee &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/12/20/schneeknirschen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2259"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Schnee macht alles leise. Flugzeuge scheinen weiter entfernt, Autos fahren langsamer und leiser. Motorenrauschen verschwindet im Schneetreiben. Unter Schuhen knirscht es auf diese schneeige Weise, um uns herum ist alles weiss.</p>
<p>Nur manchmal wird das alles unterbrochen. Dann macht Schnee Krach. Morgens, wenn wir im Bett liegen, weckt uns Motorenger&#228;usch. Jemand rennt hinter der Maschine her und r&#228;umt die Decke weg.</p>
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		<title>Planen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 17:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Schreiben planen d&#252;nkt mich immer noch eine der schwierigsten Aufgaben. Eine Schreibberaterin hat mir einmal dabei geholfen, damals ging es ganz gut. Das Rezept war so einfach wie umsetzbar: Schreiben Sie alles auf, was Sie machen m&#252;ssen. Zuerst streichen Sie &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/11/11/planen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2255"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Schreiben planen d&#252;nkt mich immer noch eine der schwierigsten Aufgaben. Eine Schreibberaterin hat mir einmal dabei geholfen, damals ging es ganz gut. Das Rezept war so einfach wie umsetzbar: Schreiben Sie alles auf, was Sie machen m&#252;ssen. Zuerst streichen Sie alle Termine ab, die Sie wahrnehmen m&#252;ssen. Und darum herum planen Sie dann. Damals habe ich mir Zeitpl&#228;ne ausgedruckt und jede Woche zehn Minuten in die Planung investiert. Das war gut.</p>
<p>Heute habe ich mich daran erinnert und leere Pl&#228;ne aus iCal ausgedruckt, in die ich meine Seminare im Voraus eingetragen habe. Dann habe ich mir die Abgabefristen angeschaut und im &#220;berblick bemerkt, dass es in den n&#228;chsten Wochen ganz sch&#246;n eng aussieht. Dass es eng werden w&#252;rde, das habe ich mir vorgestellt oder erahnt. Aber dass es gleich so aussehen w&#252;rde, das h&#228;tte ich mir nicht erdacht. Dann habe ich bemerkt, dass ich schon unglaublich lange nicht mehr gebloggt habe. Es stellte sich heraus, dass dies der Zeitpunkt ist, endlich etwas &#252;bers Planen zu schreiben, damit ich mich im Blog wieder daran erinnern k&#246;nnte, dass ich mit diesen &#252;bersichtlichen Pl&#228;nen arbeiten muss, damit ich die Zeit richtig einsch&#228;tzen kann.</p>
<p>Und die Schreibberaterin meinte, ich m&#252;sse auch mal hart mit mir sein, wenn ich mir so enge Termingrenzen setze. Dann gebe es nichts Anderes als im Ungl&#252;cksfall auch einmal etwas abzusagen.</p>
<p>Aber es regt sich Widerstand: Ich will doch auch spontan bleiben. Der Plan: So spontan wie ein Korsett!</p>
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		<title>Ergon und Energeia</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 05:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Transitiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sprache, in ihrem wirklichen Wesen aufgefasst, ist etwas best&#228;ndig und in jedem Augenblicke Vor&#252;bergehendes. Selbst ihre Erhaltung durch die Schrift ist immer nur eine unvollst&#228;ndige, mumienartige Aufbewahrung, die es doch erst wieder bedarf, dass man dabei den lebendigen Vortrag &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/10/06/ergon-und-energeia/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2242"><!-- &nbsp; --></abbr>
<blockquote><p>Die Sprache, in ihrem wirklichen Wesen aufgefasst, ist etwas best&#228;ndig und in jedem Augenblicke Vor&#252;bergehendes. Selbst ihre Erhaltung durch die Schrift ist immer nur eine unvollst&#228;ndige, mumienartige Aufbewahrung, die es doch erst wieder bedarf, dass man dabei den lebendigen Vortrag zu versinnlichen sucht. Sie selbst ist kein Werk (Ergon), sondern eine Th&#228;tigkeit (Energeia).</p></blockquote>
<p>Humboldt, Wilhelm von: Sprachbau und Entwicklung des Menschengeschlechts. In: Werke III. Hrsg. von Andreas Flitner und Klaus Giel. Stuttgart, 1963. S. 418.</p>
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		<title>Grenzen bauen</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 05:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gitter]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>
		<category><![CDATA[Schilderwald]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuerdings haben die St&#228;dtischen Werke ein «Gitterdepot», wie sie es nennen. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. «Eingang Gitterdepot», steht auf einer Tafel, die eigens f&#252;r diesen Zweck in den Boden eingelassen wurde. Der Weg f&#252;hrt &#252;ber einen Parkplatz, der selbst &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/10/06/grenzen-bauen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2238"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Neuerdings haben die St&#228;dtischen Werke ein «Gitterdepot», wie sie es nennen. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. «Eingang Gitterdepot», steht auf einer Tafel, die eigens f&#252;r diesen Zweck in den Boden eingelassen wurde. Der Weg f&#252;hrt &#252;ber einen Parkplatz, der selbst mit Gittern aus diesem Gitterdepot eingez&#228;unt ist.</p>
<p>Nach diesem Parkplatz steht man an einer Umz&#228;unung, die an die Pferde erinnert, die vor den Gittern auf diesem Gel&#228;nde waren. Darin lagert alles, was das Herz eines Begrenzers begehrt. Gitter, Tafeln, Achtungsignale, m&#246;glicherweise Stacheldraht. Dies h&#228;ngt vom Gebrauch ab. T&#228;glich wird eingefahren mit einem Lastauto, das in sich diese Gitter aufnehmen kann, weil eine Stadt wie die unsrige sich begrenzen muss.</p>
<p>Der Weg ist frisch geteert, der Kontrast zwischen dem Kies und dem Teer l&#228;sst dies erkennen. Da ist noch diese Linie. Sie dr&#252;ckt die Perfektion der Umgrenzung aus, die in beamtischer Voraussicht und &#196;sthetik konstruiert wurde. Sie zeigt, wo der Weg fertig ist: Eine Linie zwischen hochreinem Weg und dem bedrohenden Kies.</p>
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		<title>«Er ist wieder so, wie er war, vor langer Zeit, der schwarze Panther.»</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 18:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Keel]]></category>
		<category><![CDATA[Diogenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus seinem Verlag sind viele B&#252;cher in meinem Gestell. Ein Portr&#228;t von Daniel Keel liest sich im Archiv der Zeit. Viele grossartige Leseerfahrungen w&#228;ren ohne ihn nicht m&#246;glich geworden. Das Parfum von Patrik S&#252;skind etwa, Der Besuch der alten Dame &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/09/13/er-ist-wieder-so-wie-er-war-vor-langer-zeit-der-schwarze-panther/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2224"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Aus seinem Verlag sind viele B&#252;cher in meinem Gestell. Ein <a href="http://www.zeit.de/2001/24/200124_l-diogenes1.xml">Portr&#228;t von Daniel Keel</a> liest sich im Archiv der Zeit. Viele grossartige Leseerfahrungen w&#228;ren ohne ihn nicht m&#246;glich geworden. <em>Das Parfum</em> von Patrik S&#252;skind etwa, <em>Der Besuch der alten Dame</em> neben anderen D&#252;rrenmatts, <em><a title="An den Fl&#252;ssen" href="http://textworker.ch/2009/09/09/an-den-fluessen/">War meine Zeit meine Zeit</a></em> von Loetscher, die Reihe w&#228;re noch unendlich fortzusetzen. Denkt man.</p>
<p>Jetzt lebt <a href="http://www.diogenes.ch">sein Verlag</a> ohne ihn weiter. Daniel Keel ist heute mit 80 Jahren gestorben, mit ihm ein grosser Literat.</p>
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		<title>Fremdh&#246;ren</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 09:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ferienbild]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessant, dass man von der Sprache der Grossmutter dann doch mehr versteht, als man zun&#228;chst gedacht h&#228;tte. Dass sich da ein &#228;sthetisches Ideal herausbildet mit Gew&#246;hnung an das Lauten einer Sprache. Die einen im Land klingen, als ob sie eine &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/08/29/fremdhoeren/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2215"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Interessant, dass man von der Sprache der Grossmutter dann doch mehr versteht, als man zun&#228;chst gedacht h&#228;tte. Dass sich da ein &#228;sthetisches Ideal herausbildet mit Gew&#246;hnung an das Lauten einer Sprache. Die einen im Land klingen, als ob sie eine Rachenkrankheit h&#228;tten, und zwar in einer ganzen Region. Wie wenn die die ganze Zeit Zahnwasser gurgeln w&#252;rden. Da wundert man sich, dass dies selbst die Leute sagen, die diese Sprache in einer anderen Variante sprechen.</p>
<p>Und wenn man dann auch nicht viel versteht, so ist es doch sch&#246;n, sich dar&#252;ber zu wundern, solche Feinheiten mitzuh&#246;ren. Da bedankt man sich f&#252;r ein linguistisch ausgebildetes Geh&#246;r.</p>
<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2011/08/1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2217" title="Aurlandfjord" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2011/08/1.jpg" alt="Aurlandfjord, Norway" width="640" height="480" /></a></p>
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		<title>Gelesen: Gardens</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 20:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Gardens ist ein Essay von Robert Pogue Harrison, Italienischprofessor an der Stanford Universit&#228;t. Er zeigt in seinem Essay den literarischen und kulturhistorischen Topos des Gartens. Harrison f&#252;hrt seinen Leser von Gartengeschichten mit Eva im Garten &#252;ber Orte des freien Denkens &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/08/18/gelesen-gardens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2203"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Gardens ist ein Essay von<a title="Harrison" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Pogue_Harrison" target="_blank"> Robert Pogue Harrison</a>, Italienischprofessor an der Stanford Universit&#228;t. Er zeigt in seinem Essay den literarischen und kulturhistorischen Topos des Gartens. Harrison f&#252;hrt seinen Leser von Gartengeschichten mit Eva im Garten &#252;ber Orte des freien Denkens zu Paradiesvorstellungen des Christentums und des Islams.</p>
<p>Am Topos des Gartens interessiert ihn die Abgeschiedenheit von der restlichen Welt und das Bed&#252;rfnis der Menschen, Geschichten zu erz&#228;hlen: &#8220;For Camus it was the sun, but more often than not in Western culture it has been the garden, whether real or imaginary, that has provided sanctuary from the frenzy and tumult of history.&#8221; (ix) Genau dieses <em>sanctuary</em> versucht er aufzusp&#252;ren und macht dies sehr &#252;berzeugend.</p>
<p>&#220;ber das urg&#228;rtnerische Symptom des Kultivierens findet Harrison einen Weg durch verschiedene G&#228;rten der Kultur- und Literaturgeschichte und zeigt in der Lekt&#252;re dieser G&#228;rten literarische Spitzfindigkeiten. Er spricht davon, dass in G&#228;rten Potenzialit&#228;ten angelegt werden, die kultiviert werden m&#252;ssen von einem G&#228;rtner, der sich k&#252;mmert um die Pflanzen und um den Garten.</p>
<p>Harrison analysiert mit scharfem Sinn und zeigt auch die wesentlichen M&#228;ngel von Prunkg&#228;rten auf, die einzig der Machtdemonstration dienen. Mit spannenden Anekdoten verschattet er den Garten des Sonnenk&#246;nigs, nimmt sein eigenes Urteil aber mit Bescheidenheit zur&#252;ck.</p>
<p>Harrison, Robert Pogue: Gardens. An Essay on the Human Condition.The University of Chicago Press, 2009.</p>
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		<title>Gelesen: Wofür es sich zu leben lohnt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 12:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Pfaller]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Robert Pfaller h&#246;rte man in letzter Zeit oft, wenn es um Rauch- oder Minarettverbote ging. Bei Radio Stadtfilter hatte er ein Interview zu diesen Themen, das als Podcast herunterzuladen ist. In seinem Buch «Wof&#252;r es sich zu leben lohnt» &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/06/17/gelesen-wofuer-es-sich-zu-leben-lohnt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2185"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Von Robert Pfaller h&#246;rte man in letzter Zeit oft, wenn es um Rauch- oder Minarettverbote ging. Bei <a title="Radio Stadtfilter Winterthur" href="http://www.stadtfilter.ch/">Radio Stadtfilter</a> hatte er ein Interview zu diesen Themen, das als <a title="Podcast Robert Pfaller" href="http://www.stadtfilter.ch/WissenUndVermutenPodcast/WissenUndVermuten20100510">Podcast</a> herunterzuladen ist. In seinem Buch «Wof&#252;r es sich zu leben lohnt» analysiert er die Tendenzen in der Gesellschaft, die zu solchen Ver&#228;nderungen f&#252;hren.</p>
<p>Er spricht von einem Beleuchtungswechsel, der einen Unterschied in der Wahrnehmung provoziert. Zwar hatten die Dinge ihre Sch&#228;dlichkeit schon bevor sie verboten wurden, die Sch&#228;dlichkeitsfaktoren werden immer mehr in den Vordergrund gestellt.</p>
<p>In seiner Argumentation scheint Pfaller immer wieder zu kreisen. Immer wieder die gleichen Beispiele bringt er in unterschiedlichen Blickwinkeln, ohne dabei viel Substanz herauszuholen. Fast mantraartig scheint er sich mit dem Rauchen, der Gesundheit und neoliberaler Kosteneffizienz zu wiederholen.</p>
<p>Er zeigt immer wieder, wie die Postmoderne eigentlich genussfeindlich ist und so gar nichts mehr mit der 68er-Bewegung zu tun hat. Wichtig war f&#252;r mich vor allem das Kapitel, in dem er auch auf die Dialektik der Dinge zu sprechen kommt, denn da zeigt er, dass Verdoppelung ein wichtiger Faktor ist, dass Vernunft nur dann vern&#252;nftig ist, wenn sie auch unvern&#252;nftig sein kann, dass ein Erwachsener nur dann erwachsen ist, wenn er auch erwachsen Erwachsen ist, also nicht so wie ein Kind erwachsen. Die Doppelung mit Adjektiv scheint ihm der wichtigste Punkt, denn nur so wird Genuss genussvoll, auch schon in der vorangegangenen Argumentation macht sich Pfaller stark daf&#252;r, dass Masslosigkeit im Mass gehalten wird oder dass die Vernunft im Zaum gehalten werden muss, damit das Leben lebenswert bleibt.</p>
<p>Eine bereichernde <a title="Meine Lekt&#252;ren" href="http://textworker.ch/lektueren/">Lekt&#252;re</a>.</p>
<p>Pfaller, Robert. Wof&#252;r es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie. 3. Aufl. Frankfurt am Main: Fischer, 2011.</p>
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		<title>Schreibmaschinenmenschen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 14:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Linearität]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Fokusmodus habe ich lange vermisst. Erst vor kurzem habe ich ihn auf dem Papier wiedergefunden: Papier schluckt alles und lenkt mit gar nichts ab, wenn noch nichts drauf steht. Im Computer drin gibts so viel Ablenkung: Aufs&#228;tze, die noch &#8230; <a href="http://textworker.ch/2011/06/04/schreibmaschinenmenschen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=2163"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2011/06/Bildschirmfoto-2011-06-04-um-16.31.39.png"><img class="alignright size-medium wp-image-2165" title="Bildschirmfoto 2011-06-04 um 16.31.39" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2011/06/Bildschirmfoto-2011-06-04-um-16.31.39-300x187.png" alt="Fokussiert" width="300" height="187" /></a>Den Fokusmodus habe ich lange vermisst. Erst vor kurzem habe ich ihn auf dem Papier wiedergefunden: Papier schluckt alles und lenkt mit gar nichts ab, wenn noch nichts drauf steht. Im Computer drin gibts so viel Ablenkung: Aufs&#228;tze, die noch nicht gelesen sind, Datenbanken, die Abfragen schlucken wollen, das Internet, das Besch&#228;ftigung braucht. Die Links sind da, um beklickt zu werden, sonst sch&#246;pft man nicht das ganze Lesbarkeitspotenzial aus.</p>
<p>So verrinnt Stunde um Stunde, ganz unproduktiv produktiv genutzt, in denen man schon Texte konstruiert, indem man sie n&#228;mlich liest, aber gleichzeitig keine Texte konstruiert, indem man keine schreibt, weil man vor dem Schreiben doch immer noch etwas und noch etwas lesen sollte. So sitzt man dann stundenlang vor dem Schirm, l&#228;hmt sich selbst und klagt am Ende &#252;ber Nackenschmerzen und M&#252;digkeit, die davon herr&#252;hrt, dass nichts Lesbares zustande kommt.</p>
<p>Da waren die <a title="Text &#252;ber Text &#252;ber Text" href="http://textworker.ch/2011/05/27/text-ueber-text-ueber-text/">Schreibmaschinenleute</a> wie gesagt noch produktiver. Ihnen war klar, dass erst etwas auf dem Papier steht, wenn etwas auf dem Papier steht. Nur bei uns steht schon etwas auf dem Schirm, wenn eigentlich und unvoreingenommen besehen noch nichts da steht.</p>
<p>Die <a title="iA Writer" href="http://www.iawriter.com/">Informationsarchitekten</a> haben sich gesagt, dass wir alle wieder Schreibmaschinenleute werden sollen. Sie haben eine Software gebastelt, mit der man alles wegmachen kann, ausser den Text, den man gerade schreiben will. Sie haben sich richtig M&#252;he gegeben und etwas Tolles geschaffen, mit dem man wieder lineare Texte schreiben kann, die man sich vorher &#252;berlegt hat, oder die im Schreiben entstehen, weil schreiben nicht sich ablenken heisst. Fokussiert ist nur der eine Satz, an dem man gerade schreibt, die anderen sind halb weg, nicht dass man immer wieder zur&#252;ckgeht und &#228;ndert und nochmals &#228;ndert, bloss weil man das kann.</p>
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