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Linkeria

Linkeria #42:

  • Byung-Chul Han über den Hyperkapitalismus und Datensammelwut der Internetkonzerne. Der architektonische Gegensatz von Kaaba und Apple Store macht für ihn zwei Prinzipien sichtbar: Eine Gesellschaft, die sich nach dem Prinzip der Schliessung definiert, und eine Gesellschaft, deren Prinzip die radikale, ja totalitäre Öffnung ist.
  • Über die Retromanie: Was Brockistühle über ihre Besitzer sagen.
  • Hipster wider Willen: Brigitte Federi über niemand Hipster sein möchte und gerade darin ist. (Inklusive Hipster-Test)

Linkeria – 3 Links und Kürzestzusammenfassungen zu interessanten, visionären, relevanten und lesenswerten Texten und Internetseiten in unregelmässiger Folge.

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Gedanken

Frau N

Wie schön das Leben doch ist: Einen Ring mit handschriftlicher Gravur der Liebsten tragen.  Sich davonstehlen im Cabrio. Beim Zurückkommen durch die Altstadt gehen. Tanzen, ohne tanzen zu können, aber trotzdem Spass daran haben. Bei jeder Gratulation von neuem in diesem Wonnegefühl schweben, daran denken, wie schön diese ganze Feierlichkeiten waren.

Über allem die Agenda vergessen und durchs sonnigherbstliche Basel vagabundieren. Nachts durchs Quartier gehen und am Kaffeeröstwind riechen. Nach Rom fahren, bevor der Nebel zuschlägt. Danke, Frau N!

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Gedanken

Gelesen: Ludlum: Das Galiano Experiment

Die Erzählung ist auf Spannung hin geschrieben, gut für am Strand. Es geht um die Entwicklung des Merge, der die Menschheit weiterentwickeln soll. Die Menschen nehmen ihn gut auf, weil er viele Vorteile bringt, doch sind da auch einige geheime Funktionen angedacht, die nur für den Entwickler, Christian Dresner, zu nutzen sind. Geheime Ermittlungen kommen dem auf die Spur, zeigen alle Intrigen auf, die es dazu benötigt etc.

Interessant ist, dass es sich um ein Thema handelt, das in der Sci-Fi-Literatur gerade sehr aktuell ist. Auch in Dave Eggers The Circle wird die Fantasie eines allumfassenden Systems entwickelt, das sich gegen die Benutzer wendet.

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Gelesen

Gelesen: Dave Eggers: Der Circle

  • Philipp Theison findet das Buch in einem Interview mit der Aargauer Zeitung gefährlich.

Ich finde es ästhetisch ziemlich unattraktiv: Diese ungestalteten und sinnlosen Dialoge, diese Beschreibungen der Menschen, die dort einfach nur so sind, den ganzen Tag vor ihren Bildschirmen sitzen und irgendwelche noch so wichtigen Feeds abarbeiten: Das Schreckgespenst einer totalen vita digitale.

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Chaos im Alltag

Zeit k(n)appen

Sich die Zeit knapp machen: Es tickt der Eulenwecker. Er gemahnt der Zeit, weil der daneben Sitzende gerne die Zeit aus den Augen verliert. So ist sie, die eigentlich gar nichts ist, wenigstens im Ohr. Und eult vor sich hin.