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	<title>textworker &#187; Fussnote</title>
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	<description>Ein digital zensierter Sudelblock.</description>
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		<title>Fussnoten f&#252;r die Geschlechtergerechtigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 08:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chaos im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fussnote]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Fussnoten den Verkehr von Zahlungen regeln. Auch zwischen den Geschlechtern. <a href="http://textworker.ch/2008/05/09/fussnoten-fuer-die-geschlechtergerechtigkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=338"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><strong>Wenn Fussnoten den Verkehr von Zahlungen regeln. Auch zwischen den Geschlechtern.</strong></p>
<p>Es ist immer sch&#246;n, Post zu bekommen. Besonders dann, wenn auf dem Briefpapier drei Schl&#252;ssel miteiannder verbunden sind. Manchmal ist der Empfang solcher Schl&#252;sselbriefe aber noch sch&#246;ner: Dann n&#228;mlich, wenn sich die Angestellten wieder einmal dazu durchgerungen haben, ihren Kunden [sic!] neue Regelwerke zuzuschicken.</p>
<p>Mit besonderem Vergn&#252;gen sind da die formelhaften Eingangss&#228;tze zu lesen. Sie sind mit Fussnoten versehen, die nicht nur eine vollst&#228;ndig neue textinterne Grammatik aufstellen, sondern auch noch &#252;ber den Text hinausgehende Konsequenzen mit sich bringen.</p>
<p>Zahlungen seien jetzt nicht mehr nur innerhalb des Landes zu Inlandtarifen m&#246;glich, auch ausserhalb der Landesgrenzen wird nur noch der Inlandtarif verrechnet, endlich ein Fortschritt! Daf&#252;r sollen bald die SEPA-Transaktionen zust&#228;ndig sein. Nachdem man dann das dritte Mal SEPA gelesen hat, wird auch noch erkl&#228;rt, dass damit Single Euro Payments Area (?) gemeint ist.</p>
<p>Und nun noch gratis dazu eine dieser wunderbaren Fussnoten:<br />
<cite>Die Einzahl umfasst auch die Mehrzahl, die m&#228;nnliche Form auch die weibliche.</cite><br />
Da h&#228;tte unser selige Lateinlehrer seine wahre Freude daran gehabt. Endlich: seine ehemaligen Sch&#252;ler wissen (theoretisch), dass man auf zwei z&#228;hlen muss. Man deklariert dies auch, in der Praxis kann oder viel lieber will man es dann nicht umsetzen; die sprachliche Vielfalt zur Wirklichkeitsabbildung w&#228;re n&#228;mlich viel zu gross. M&#228;nnliche und weibliche Formen unterscheiden? – Nichts einfacher als das, aber f&#252;r die &#220;bersetzung spielt es ja so oder so keine Rolle… (Na ja.)</p>
<p>Beim n&#228;chsten Kontoinventar dann bitte auch so: die Einzahl ist eigentlich eine Mehrzahl, nur nicht so geschrieben. Die Ausz&#252;ge m&#252;ssen, so die Begr&#252;ndung, leserlich bleiben. Vielen Dank f&#252;r diesen Schl&#252;sselsatz!</p>
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