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	<title>textworker &#187; Zug</title>
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	<description>Ein digital zensierter Sudelblock.</description>
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		<title>In den Kan&#228;len</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 13:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dann war da noch Strasbourg: Das Gep&#228;ck fast in Z&#252;rich liegengelassen, von wo aus es nach Genf weitergefahren w&#228;re, vor dem M&#252;nster bei eisigem Wind gestanden, die Kanalrundfahrt im Kindermodus geh&#246;rt. Die bekommen etwas geboten, die Kinder. Drei Zehnercouverts Billette &#8230; <a href="http://textworker.ch/2010/03/22/in-den-kanaelen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/03/strasbourg_von-oben-herab.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1753" title="strasbourg_von oben herab" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2010/03/strasbourg_von-oben-herab.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Dann war da noch Strasbourg: Das Gep&#228;ck fast in Z&#252;rich liegengelassen, von wo aus es nach Genf weitergefahren w&#228;re, vor dem M&#252;nster bei eisigem Wind gestanden, die Kanalrundfahrt im Kindermodus geh&#246;rt. Die bekommen etwas geboten, die Kinder. Drei Zehnercouverts Billette gel&#246;st, wobei doch jedes Billett einzeln aus dem Automat ausgedruckt wurde. Aus dem Tram fast nicht mehr ausgestiegen, weil die mit ihrem Gep&#228;ck zu lange hatten und der T&#252;rverschluss schon wieder bet&#228;tigt wurde. In tollen <em>Cafés</em> oder <em>salons de thé</em> gesessen und <em>chocolat chaud</em> getrunken, zugeh&#246;rt wie jemand <em>latte macchiato</em> wollte und dann die franz&#246;sische Version <em>café au lait</em> serviert bekam. <a href="http://www.myspace.com/morromusic">Morro</a> als Gl&#252;cksgriff gekauft und <em>biscuits</em> oder <em>olives au chocolat</em>. Und ja, nat&#252;rlich: <em>tartes flambées</em> und <em>crêpes</em>!</p>
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		<title>Papierne Existenz</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 23:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[«Sie k&#246;nnen Sich nicht ausweisen? Bitte f&#252;llen Sie das Formular aus. Wir telefonieren, dann stellt sich heraus, ob es Sie gibt.» Im n&#228;chsten Moment dr&#252;ckt der Kontrolleur seinem Opfer das Bl&#246;cklein mit den M&#246;glichkeiten Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/12/23/papierne-existenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1584"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>«Sie k&#246;nnen Sich nicht ausweisen? Bitte f&#252;llen Sie das Formular aus. Wir telefonieren, dann stellt sich heraus, ob es Sie gibt.» Im n&#228;chsten Moment dr&#252;ckt der Kontrolleur seinem Opfer das Bl&#246;cklein mit den M&#246;glichkeiten Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und Unterschrift in die Hand. Es gibt keine Vorschl&#228;ge, wie es sein Formular ausf&#252;llen k&#246;nnte. Nur eine Einschr&#228;nkung, ganz am Schluss, mit der es best&#228;tigt, dass die Angaben der Richtigkeit und Wirklichkeit entspr&#228;chen.</p>
<p>Am Telefon kr&#228;chzt der andere das Geburtsdatum in den Zugraum: «F&#252;nfzehnter Siebter Neunzehnachtundachtzig. Normannstanne, Orangenbl&#252;te, Tamiflu, Zahnpaste.»</p>
<p>«Sie gibt es wirklich.»</p>
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		<title>H&#252;rriyet</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Automat wird bedient in Ankara. Man kommt am Bahnhof an und m&#246;chte sein Gep&#228;ck einschliessen, die wenigen Leute, die schon da sind, zeigen einem, dass es einen Automaten f&#252;r die Bagaj gibt. Es ist tats&#228;chlich da, dieses Ger&#228;t, doch &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/10/18/huerriyet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1400"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Der <em>Auto</em>mat wird bedient in Ankara. Man kommt am Bahnhof an und m&#246;chte sein Gep&#228;ck einschliessen, die wenigen Leute, die schon da sind, zeigen einem, dass es einen Automaten f&#252;r die <em>Bagaj</em> gibt. Es ist tats&#228;chlich da, dieses Ger&#228;t, doch es nimmt kein Geld an und kein Gep&#228;ck.</p>
<p>Das bestellte <em>breakfast</em> beweist, dass t&#252;rkisches Morgenessen nicht nur in Istanbul aus zu einem Fladen gebackenen Brot, einem St&#252;ck Gurke, Oliven und K&#228;se besteht, sondern auch in Ankara, der Stadt, die so sehr an Mustafa Kemal aka Atat&#252;rk erinnert.</p>
<p>An diesem Bahnhof ist auch das urspr&#252;ngliche, aus politischen Gr&#252;nden aber <a href="http://textworker.ch/2009/06/27/die-schoenste-stadt/">vertagte Reiseziel</a>, Tahran, angeschrieben. Der Transasia-Express f&#228;hrt um 11 Uhr aus Ankara ab. Wir sehen ihn nicht mehr; der den Automaten bedient, hat schon fr&#252;her seine Gesch&#228;ftsstunde und gibt den Code in die Maschine ein, mit dem sie unser Gep&#228;ck lagert.</p>
<div id="attachment_1431" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2009/10/Ankara.jpg"><img class="size-full wp-image-1431" title="Ankara: StadtLand" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2009/10/Ankara.jpg" alt="Ankara von oben" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ankara von oben</p></div>
<p>Ohne Stadtplan orientiert man sich auch in Ankara nur schwer, so wie man sich in Florenz schlecht mit einem Plan von Venedig die Kirchen sucht, f&#252;r die man eigentlich den Zwischenhalt eingelegt hat. Das Atat&#252;rk-Mausoleum und eine Festung sind auf den Schildern f&#252;r Touristen angegeben, aber die Festung auf einem der H&#252;gel ist von Stacheldraht umz&#228;unt, wahrscheinlich auch hier zur falschen Zeit am richtigen Ort. Daf&#252;r ist das Bild, das sich einem von diesem H&#252;gel oben bietet, wunderbar: Man erkennt, wie die Stadt in die H&#252;gel hineingebaut ist, sieht unterschiedliche H&#228;userstile: Wohnblocks und H&#252;tten mit Blechd&#228;chern, Einkaufsh&#228;user und Imbissst&#228;nde, Steinmoscheen im Aufbau und Minarette aus Wellblech. Blech gl&#228;nzt.</p>
<div id="attachment_1424" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2009/10/Ankara_Wellblech.jpg"><img class="size-full wp-image-1424" title="Ankara: Willkommen in Asien" src="http://textworker.ch/kartei/wp-content/uploads/2009/10/Ankara_Wellblech.jpg" alt="Wellblechd&#228;cher in Ankara" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Roofs of Ankara</p></div>
<p>Auf dem Weg zum Atat&#252;rk-Mausoleum, den ich nicht so direkt nehme, wie man ihn nehmen k&#246;nnte, komme ich nahe des <em>Otogars</em> an einem Viertel mit Selbstwerker-L&#228;den vorbei. Ich weiss jetzt, wo ich in Ankara Toilettensch&#252;sseln, Bodenplatten oder K&#252;chen bekommen k&#246;nnte, wenn ich solche Dinge einmal ben&#246;tigen sollte. Statt zum Mausoleum komme ich nun aber in ein Ministerium, in dem eine nette Literaturwissenschaftlerin arbeitet, die sich ganz erstaunt &#252;ber die Reisepl&#228;ne zeigt und ein Taxi bestellt, das mich zum Mausoleum bringen soll.</p>
<p>Ich stelle mir vor, wie idyllisch dieser Ort wohl sein m&#252;sste, wenn die Sonne nicht so unvermittelt herabstrahlen w&#252;rde. Aber auch so macht einen Vieles staunen: Die Decke, die mit Goldmosaik verziert ist, der polierte Marmor, auf dem Boden ebenso gl&#228;nzig wie an den W&#228;nden, und die Angeh&#246;rigen der t&#252;rkischen Armee, die in anachronistischer Verkleidung das Nationalheiligtum besch&#252;tzen.</p>
<p>Das Museum zeigt Panoptika von Schlachten, in denen tapfere T&#252;rken die Vorarbeit f&#252;r die heutige T&#252;rkei geleistet haben, den pers&#246;nlichen Wagenpark Atat&#252;rks, die Privatbibliothek des Reformers und es zeigt nicht zuletzt Osmanen, die zu T&#252;rken werden: Sie bekommen ein neues Alphabet, die Sprache wird vereinheitlicht, t&#252;rkische Mythen werden gesammelt und die Grenzen zum Ausland klar gezogen.</p>
<p>Der Bediener des Automaten ist gerade beim Einkauf, da wir am Bahnhof unsere R&#252;cks&#228;cke abholen wollen, die Toiletten-Aufsicht meint, er komme bald zur&#252;ck. Die t&#252;rkische Errungenschaft des Tages ist <em>H&#252;rriyet</em>, ganz nach dem Vorbild der franz&#246;sischen <em>Liberté</em>.</p>
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		<title>Die Stadt am Fluss</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 06:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[St&#228;dte an Fl&#252;ssen sind anders als St&#228;dte, die nicht an Fl&#252;ssen sind. Sie schmiegen sich in den Lauf des Flusses ein, der Alltag in solchen St&#228;dten versteht, dass ein Fluss nie derselbe Fluss sein kann. In solchen St&#228;dten erfasst man &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/06/09/die-stadt-am-fluss/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1206"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>St&#228;dte an Fl&#252;ssen sind anders als St&#228;dte, die nicht an Fl&#252;ssen sind. Sie schmiegen sich in den Lauf des Flusses ein, der Alltag in solchen St&#228;dten versteht, dass ein Fluss nie derselbe Fluss sein kann. In solchen St&#228;dten erfasst man das Ph&#228;nomen Zeit besser, weil man gleichsam mit dem Wasser die Zeit verrinnen sieht, fast so, wie wenn man dem Zeiger einer Uhr zuschauen w&#252;rde, wie er best&#228;ndig weiter will.</p>
<p>An gewissen Tagen sind in den St&#228;dten andere Fl&#252;sse zu Gast, das Tempo wird von aussen bestimmt: Z&#252;ge aus allen L&#228;ndern, die man kennt, kommen an, jeder in seiner Geschwindigkeit, in seinem Rhythmus. Aus mysteri&#246;sen Z&#252;gen steigen Menschen, die sich allt&#228;glich mit anderen Fl&#252;ssen besch&#228;ftigen, und sich damit auskennen. Sie geben den Ortsans&#228;ssigen Gastspiele, helfen dabei, die Moldau tausende von Kilometern weit zu transportieren. Sie helfen der Moldau dahin, wo sie aus eigener Kraft gar nie hingekommen w&#228;re.</p>
<p>Dann kennen die Menschen in der Stadt pl&#246;tzlich einen neuen Fluss, der den Staub aufwirbelt und Trommelfelle zum vibrieren bringt, l&#228;sst sie mit anderen F&#252;ssen durch die Stadt gehen und sie dar&#252;ber nachdenken, was w&#228;re, wenn der Fluss sich nicht so sorgf&#228;ltig in die Stadt eingebettet h&#228;tte. Oder auch dar&#252;ber, was w&#228;re, wenn die Menschen aus den anderen L&#228;ndern einen Fluss mitgebracht h&#228;tten, der nicht in die Landschaft passt.</p>
<p>Dabei erinnern sie sich daran, dass an jenem Abend auch die Moldau  Anlaufschwierigkeiten hatten: Bis sich die Fl&#246;ten und Geigen einig waren, in welcher Taktung sie den Fluss gehen lassen wollten. Dann aber, gelenkt durch die Ortskundigen fand man Wege, die – aus dem Applaus zu schliessen – lieber nie geendet h&#228;tten. Irgendwann sind alle Wasser vor&#252;ber.</p>
<p>St&#228;dte, L&#228;nder, Fl&#252;sse.</p>
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		<title>Waiting for Visa</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 14:39:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1200"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Was gibt es Sch&#246;neres als Ferien zu planen? Reisef&#252;hrer durchbl&#228;ttern, Orte auf Landkarten heraussuchen, Telefone machen und bei Bekannten, die schon im Nahen Osten waren, um Tipps fragen. Kurz nach der Abstimmung zu den neuen P&#228;ssen mit biometrischen Daten habe ich mir noch einen alten zugelegt; es w&#228;re ja schade, den biometrischen Pass zu schreddern, wegen des Stempels, auf den ich warte.</p>
<p>W&#228;hrend des Wartens kann man ganz sch&#246;n Zeitung lesen, die Wahlen verfolgen und hoffen, dass der Richtige f&#252;rs Land gewinnen wird. Man kann sich weiterhin Luftschl&#246;sser bauen oder schon einmal Zugfahrkarten bis nach Wien besorgen, wo man dann weiter nach Budapest, Belgrad und Istanbul weiterziehen m&#246;chte, um dem Ziel, Teheran, n&#228;her zu kommen. Zug um Zug.</p>
<p>In der Zwischenzeit muss man sich aber noch ein wenig in Geduld &#252;ben, wozu man aber kaum Zeit findet, weil noch Klausuren vorbereitet, Arbeiten an- und fertiggedacht werden wollen. Schon wieder ein Semester vorbei, schneller noch als die anderen, obwohl es zuerst gar nicht richtig <a href="http://textworker.ch/2009/02/14/einstimmen-aufs-neue/">starten </a>wollte.</p>
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		<title>Chlorgebrabbel</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 18:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann an einer Station aus dem Zug aussteigen, an der man sich die Leute angucken kann, die Verantwortung tragen. Einer schleppt da den gr&#246;sseren Bauch mit sich herum als der andere. Das muss wohl vom vielen Entscheiden kommen: Kaufen, &#8230; <a href="http://textworker.ch/2009/03/03/chlorgebrabbel-198/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<abbr class="unapi-id" title="http://textworker.ch/?p=1114"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Man kann an einer Station aus dem Zug aussteigen, an der man sich die Leute angucken kann, die Verantwortung tragen. Einer schleppt da den gr&#246;sseren Bauch mit sich herum als der andere. Das muss wohl vom vielen Entscheiden kommen: Kaufen, verkaufen, behalten, eine Option auf den Kauf kaufen, die Option auf den Kauf verkaufen.</p>
<p>Sie haben ihre separate T&#252;r, wenn sie aus dem Bahnhof hinaustreten wollen. An einer anderen T&#252;r kann man an dieser Station auch Leute anschauen, die &#252;ber diejenigen mit der Verantwortung Geschichten schreiben. Welten trennen diese beiden Spezies: Tropfen eines tosenden Gew&#228;ssers.</p>
<p>An der selben Station steigen auch die Leute aus, die sich wie Fische f&#252;hlen wollen. Sie wechseln die Strassenseite, ignorieren mit Wohlwollen die Verantwortungstr&#228;ger – man soll die schwer Tragenden nicht noch &#228;rger belasten –, weil sie Wichtigeres zu tun haben.</p>
<p>Sie schwitzen unter Schwerstarbeit und merken nichts davon, weil sie im Wasser arbeiten. Das linke Bein hoch, dann das rechte, alles sch&#246;n im Takt der Musik, die mehr von Vorgestern nicht sein k&#246;nnte. Diejenigen, die sich nicht anleiten lassen von der Dame mit Turnschuhen, teilen sich in Schnelle und Langsame, indem sie Bahnen ziehen.</p>
<p>Kommen sie aus dem Geb&#228;ude, das eigens dazu gebaut wurde, Wasser zu enthalten, sehen sie alles in anderem Licht: Die H&#228;ndler, die mit Unsichtbarem handeln, die Schreiberlinge, die im Glaskomplex sitzen, und die abertausend Wasserteilchen, die von oben nach unten fliessen.</p>
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