Wordeln für bessere Texte

Wordle macht schöne Tag-Clouds. Es fasst mit seinen Wolken aber auch wichtige bzw. häufige Begriffe aus Texten heraus und stellt sie visuell dar. Das habe ich mit dem Stechlin etwa gemacht, der so unglaublich überblickbar wirkt. Nach diesem Wordle kommen die Wörter ja oder immer relativ häufig vor.

Der Stechlin dargestellt von Wordle

Dies brachte mich auf die Idee, Seminararbeiten zur Überabeitung zu wordeln: Ich kopierte den gesamten Text einer Seminarbeit in Wordle hinein, das mir dann schnell sehr häufige Wörter zeigte. Interessanterweise war es nicht Terminologie, die gehäuft vorkam, sondern Wörter wie zeigen oder sich zeigen.

Mit dieser Liste häufig vorkommender Wörtern lässt sich nun gut nach dem Stilprinzip variatio delectat vorgehen. Die sehr häufig vorkommenden Wörter sucht man in der Textverarbeitung und markiert sie farblich oder typografisch. Ausgedruckt (aber auch am Bildschirm) eruiert man dann die Häufungen, erschrickt über sich selbst und die eigene Schreibe. In einem zweiten Schritt lassen sich meistens treffendere Wörter finden, viele lassen sich aber auch einfach streichen.

5 Gedanken zu „Wordeln für bessere Texte

  1. sehr guter tipp. ich benutze seit kurzem auch 750words.com zum allgemeinen trainieren des schreibens und dort gibt es auch diese funktion. bei meinen eher tagebuchartigen einträgen ist „ich“ das mit abstand häufigste wort, was mir stilistisch als auch persönlich doch zu denken gibt.

  2. Bei tagebuchartigen Einträgen ist es ja nichts als normal, dass «Ich» mit Abstand das häufigste Wort ist. Das ist schliesslich eine sehr ichbezogene Textsorte…
    Interessant scheint mir aber, dass dieser Dienst die Tagcloud zur Auswertung gleich mit anbietet. Danke!

  3. Ich habe dieses 750words jetzt auch einmal ausprobiert. Und das hilft tatsächlich! Hätte ich nicht gedacht. Es ist für einmal schön so klare Vorgaben zur Wörteruahl zu haben.

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