Zeigen Sie Zähne

«Beissen Sie auf die Zähne! Ja, so ist schön, bleiben Sie jetzt genau so und bewegen Sie sich nicht mehr.» – Wie denn auch in dieses Gestell eingespannt? Stäbe fixieren die Ohren, ein weiteres Element die Stirn, der Unterkiefer, die Mandibula bleibt beweglich, und um den geht es ja schliesslich.

Beim zweiten Mal haben sie den Auftrag bekommen, ein Bildlein zu machen in geöffnetem Zustand. Der Orthopäde mit Doktortitel und mehrfachem Fähigkeitsausweis hilft seiner Röntgenassistentin, die richtige Position zu finden: «Öffnen Sie Ihren Mund so weit wie möglich. Und: Zeigen Sie Ihre Zunge, die muss so weit runter wie es nur geht! So wird’s schön, ja genau.» Und Sie, Sie bewegen sich jetzt nicht, sonst können wir das Bild nicht brauchen.

«Nein, sowas verstehen wir nicht als offen, das ist ja völlig unbrauchbar. Offen ist Ruhestellung! So offen sollte man nicht sein.»

Ein drittes: «Schlucken Sie! Jetzt ist die Zunge schön entspannt. Passen Sie auf die Zähne auf, die dürfen Sie nicht zusammenbeissen.»

Altes und Neues

Ich beschäftige mich im Moment gerade mit dem Thema des Alten und Neuen im Stechlin für eine Seminararbeit. Während des Referats habe ich schon herausgefunden, dass es nicht so einfach ist, das Alte und das Neue eindeutig einer Gruppe von Figuren zuzuordnen, wie ich mir das vor der Lektüre vorgestellt hatte. Dies liegt wohl am Modus, in dem das Alte und Neue im Roman verhandelt werden: Es ist nicht der Erzähler, der explizite Zuweisungen macht, sondern die Figuren, die im Gespräch über die Positionen verhandeln.

Nun habe ich einen elektronischen Volltext gesucht, damit ich den Text auch computerphilologisch abfragen kann und so einfacher treffende Stellen finde. Bei Wikisource habe ich dabei eine (mir) neue Funktion entdeckt. Natürlich gibt es den Stechlin, Fontanes Alterswerk im Volltext online, aber nur in Kapitel zerstückelt. Bei Wikisource ist es nun aber möglich, ein Buch aus den verschiedenen Wiki-Seiten zu machen (unter «Drucken/exportieren), das man sich dann als PDF oder Openoffice-Dokument herunterladen kann. So ist man dann auch schon gerettet: Das Openoffice-Dokument lässt sich in .rtf-Dokument umwandeln, das ich dann in Tustep importieren kann, mit dem wiederum ich die Textabfragen machen kann.

Immer wieder unglaublich, wie das Internet das Alte und das Neue näher zusammenrückt.

Self Repair Manifesto

We hold these truths to be self-evident:

Repair is better than recycling.

Making our things last longer is both more efficient and more cost-effective than mining them for raw materials.

Repair saves the planet.

Earth has limited resources and we can’t run a linear manufacturing process forever. The best way to be efficient is to reuse what we already have!

Repair saves you money.

Fixing things is often free, and usually cheaper than replacing them. Doing the repair yourself saves serious dough.

Repair teaches engineering.

The best way to find out how something works is to take it apart!

If you can’t fix it, you don’t own it.

Repair connects people and devices, creating bonds that transcend consumption. Self-repair is sustainable.

  • Repair connects you with your things
  • Repair empowers and emboldens individuals
  • Repair transforms consumers into contributors
  • Repair inspires pride in ownership
  • Repair injects soul and makes things unique
  • Repair is independence
  • Repair requires creativity
  • Repair is green
  • Repair is joyful
  • Repair is necessary for understanding our things
  • Repair saves money and resources

We have the right …

  • to open and repair our things—without voiding the warranty
  • to devices that can be opened
  • to error codes and wiring diagrams
  • to troubleshooting instructions and Flowcharts
  • to repair documentation for everything
  • to choose our own repair technician
  • to remove ‘do not remove’ stickers
  • to repair things in the privacy of our own homes
  • to replace any and all consumables ourselves
  • to hardware that doesn’t require proprietary tools to repair
  • to available, reasonably priced service parts

CC by ifixit via anmutunddemut