Linkeria #13: Netzkritik (Woche 48, 2009)

Jeden Samstag 3 Links und Kürzestzusammenfassungen zu interessanten, visionären, relevanten und lesenswerten Texten aus dem Web. Anregungen werden gerne per Mail entgegengenommen: linkeria [affenschwanz] textworker [punkt] ch

Linkeria #12: Dichters Netz (Woche 47, 2009)

  • 31 Gründe: Thomas Heckendorns einunddreissig Gründe, keine Gedichte zu lesen: Jeder Tag ein Grund.

Der Link dieser Woche braucht Zeit, deshalb «nur» einer. Sonst: Jeden Samstag 3 Links und Kürzestzusammenfassungen zu interessanten, visionären, relevanten und lesenswerten Texten aus dem Web. Anregungen werden gerne per Mail entgegengenommen: linkeria [affenschwanz] textworker [punkt] ch

Linkeria #11: Diversität der Geschichten (Woche 46, 2009)

  • Der letzte Zeuge: Interview mit Nobelpreisträger Imre Kertész. Über Bücher, das Leben und das Schreiben am Tod.
  • The Danger of a Single Story: Chimamanda Adichie über die Gefahren einer einzelnen Geschichte. «The problem of stereotypes is not that they are untrue but that they are uncompleted. They make one story become the only story.  […] A single story emphasizes how we are different rather than how we are similar.» «Stories matter. Many stories matter.»
  • Scratch: Programming for all: Die «Digital Natives» gehen kinderleicht mit digitalen Inhalten um: Sie benützen das Web 2.0: «As we see it, digital fluency requires not just the ability to chat, browse, and interact but also the ability to design, create, and invent with new media […]. «Digital Fluency» müsste auch das Programmieren, das Erzählen eigener Computer-Geschichten beinhalten.[via beat.doebe.li]

Linkeria: Jeden Samstag 3 Links und Kürzestzusammenfassungen zu interessanten, visionären, relevanten und lesenswerten Texten aus dem Web. Anregungen werden gerne per Mail entgegengenommen: linkeria [affenschwanz] textworker [punkt] ch

Kurzbrot

«Sie schreibt Bücher, die sich gut verkaufen, und sie bäckt Shortbreads», argumentierte sie. «Ich mag Shortbreads: Butter, Mehl, Salz und Zucker», lautete sein Urteil. Es sei die Komposition, die fessle: «Um fünf vor halb zehn läuft es noch auf die Katastrophe zu, das musst du so gut planen können. Überhaupt, schau dir die Dramaturgie an: Um viertel vor zehn ist alles wieder gut, weil sich die Katastrophe zum Missverständnis wendet.» Er hätte lieber die Katastrophe behalten, sie verteidigte alles mit der Wendung: «So passt es ins Leben, Anderes wollen wir nicht sehen.»

So haben wir Kitsch und andere Qualitäten unterschieden. Draussen regnete es, im Backofen brutzelten Marroni vor sich hin, ganz wie man sich einen Herbstabend vorstellt. Wenn wir im Film gewesen wären, hätten wir Sherry getrunken statt Caipirinha. Und wir hätten über die Nachbarn gesprochen statt uns diese Kurzgeschichte über den Stromausfall vorzulesen. Wir hatten den Film in uns und assen dazu dieses Butter-Mehl-Salz-Zucker-Gebäck.