Netvibes war eine Eintagsfliege (19)

So wie Sarah (vgl. Kommentare zum Artikel zu Netvibes) ging es mir auch beim Test von Netvibes. Zuerst war ich euphorisch und dachte, wie praktisch das sein muss, alle Feeds auf der Startseite des Browsers präsentiert zu bekommen. Nach einem längeren Test muss ich aber sagen, dass mir die Ablenkung zu gross war: Wenn immer beim Öffnen der Startseite ins Internet die Feeds aktualisiert werden, ist man eher geneigt dazu, diese auch zu lesen.

Bei Vienna, dem Feedreader, den ich wieder benutze, und der erst noch Freeware ist, kann ich das besser steuern. Die Feeds werden nur angezeigt, wenn ich das Programm starte und auch die Zeit dazu habe, die Feeds zu durchforsten. Zusätzlich kann ich Markierungen anbringen, die sagen, ob ein Artikel wichtig war, ob ich den nochmals anschauen möchte und solche Sachen.

Kinowunder des letzten Jahrtausends (18)

Bei Google Video habe ich einen Film von Fritz Lang, einem sehr erfolgreichen österreichisch-amerikanischen Filmregisseurs entdeckt. Nachdem ich schon Ausschnitte aus Dr. Mabuse gesehen haben, die insgesamt verwirrlich waren, dachte ich, dass ich den Filmer gerne noch von anderen Seiten kennenlernen möchte. Vielleicht gewöhnt man sich auch an die Art des Films?Aber es ist wohl nicht nur der Film Dr. Mabuse, der insgesamt eher befremdend auf mich gewirkt hat, sondern die Art des Films, wie er in den 20er/30er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr erfolgreich war. Langsamere Bildsequenzen, Schwarzweiss-Streifen, Stummfilm und noch vieles mehr. Das einzige, was ich aus dieser Zeit kannte waren wohl die Charlie Chaplin Filme, die mir sehr gut gefallen.Hier aber noch der Film »Eine Stadt sucht einen Mörder«. Viel Spass damit!

Literaturwissenschaft und Unterhaltung

Den Bock hat die Stadtbibliothek Winterthur abgeschossen: Seit wann ist Literaturwissenschaft denn Unterhaltung? Neuerdings sind die Stockwerke neu angeschrieben und seit dies so ist, gehört die Literaturwissenschaft zum »Fachgebiet« Unterhaltung.

Klar, manchmal ist es schon sehr amüsant und unterhaltend, was Literaturwissenschaftler schreiben und über Bücher so preisgeben. Zum Glück weiss ich jetzt, dass ich Unterhaltung studiere!

Alles neu bei der NZZ

Die NZZ hat sich zum langjährigen Online-Bestehen ein Geschenk gemacht: Ein frisches und zeitgemässes Design (falls ich denn überhaupt berechtigt bin, dies zu beurteilen) präsentiert die Artikel zum Lesen. Das Design erinnert an die Designs von ausländischen grossen Zeitungen wie Zeit oder New York Times.Wie die Online-Ausgabe der NZZ im Laufe der Zeit ausgesehen hat, kann man auch im Onlinearchive betrachten: Wayback der NZZ. Achtung, Suchtgefahr für die Betrachtung von anderen Seiten in der Diachronie!Mal schauen, wie nützlich die neue Kommentar-Funktion ist, und ob sie Auswirkungen auf die Leserbriefe in der Print-Ausgabe hat . Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so rauskommt wie bei der 20min, dass keine Leserbriefe veröffentlicht werden und nur ein Online-Forum zur Diskussion über die Artikel bereitsteht (wahrscheinlich tritt dieser Fall sowies nicht ein, die NZZ hat schliesslich schon immer auf Tradition gesetzt).Ich schliesse mich Martin Hitz an und gratuliere zum gelungenen Face-Lift.