Daumenkino fürs Netz (46)

Tink.ch hat eine originelle Daumenkino-Serie am Laufen. Kunststudenten der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern zeigen dort eine Sammlung von Daumenkinos. Tausendmal besser, amüsanter und schöner als unzählige Youtube-Videos, die im Netz herumgeistern.

Von Aquarell über Bleistift findet man vieles an Techniken. An Geschichten noch viel mehr. Da kann man nur noch sagen, Film ab!

Nonnenkolumne (44)

Die NZZ hat neuerdings eine Kolumne, die auf den Namen «aus dem Kloster» hört. Kurzzeitig stellt sich da eine Erinnerung ein. Migros wirbt schon seit geraumer Zeit für besonders frische Produkte mit dem Label «Aus der Region für die Region.» Interessanterweise findet man dann auch den Appenzeller Flauder (Flickflauder sei anscheinend der Schmetterling auf Appenzellerdeutsch) in den Läden Winterthurs mit diesem Label.

Wenn man sich dann aber zutraut, diese Artikel in dieser Kolumne zu lesen, kann man ganz interessante Dinge lesen. Da plaudert wirklich eine Nonne aus dem Nähkästchen: Von den Bedingungen zur Aufnahme in ein Kloster über falsche Vorstellungen, die über Klosterfrauen in der Welt kursieren, schreibt die Frau da.

Bereits um 4.45 Uhr beginne der Tagesrhythmus. Um 21.45 Uhr gehe er zu Ende.

Wir jetzt warten noch innigst darauf, dass die heutigen Mechthilden (das Original wurde übrigens vor 800 Jahren geboren wurde) eine Plattform zur Schilderung ihrer speziellen und spirituellen Erlebnisse bekommen.

Punkt Zeha gibt Gas (43)

Ab Mittwoch sollen bei uns vor der Haustür Exemplare der .ch Pendlerzeitung liegen. Auf jeden Fall meint das der Zeitungsständer, der davor platziert wurde.

punktch

Halten diese Ständer auch ein bisschen Wind aus? – Oder sieht es auf den Schweizer Strassen schon bald wie in den Zügen aus? Zeitung hier, Zeitung da? Wenigstens ein wenig Unterhaltung, wenn man draussen vor der Tür steht und den Schlüssel eingeschlossen hat ;-).

Lorenz Keisers Geheimplan für die SVP (42)

Heute morgen war wieder einmal die Kolumne von Lorenz Keiser im Tagi. «Pssst! Geheim! Der Plan!» hat er sie heute überschrieben. Sein Plan:

Also: Am 21. Oktober alle an die Urne! Geschlossen SVP wählen! Damit rechnen sie nie! Zusammenhalten und mithelfen, dass sie mindestens 185 Sitze machen! Dann müssen sie noch mehr von ihren aufgescheuchten Stubengüggeli nach Bern schicken! Hei, gibt das ein Geflatter und Gegacker und Gepicke und Gescharre, und wir haben 4 Jahre lang voll das grölige Unterhaltungsprogramm! Das wird der Schreier! Überall weitersagen! Aber gell: Pssst!Quelle: Tages-Anzeiger, Freitag, 14. September 2007, Seite 3.

So zumindest mal hier in meinem Blog weitergesagt. Aber eben: Pssst! Und viel Spass beim Lesen der Kolumne.

Rückübersetzt (41)

Wegen dem Paperholic-Testbericht zum Windows Live Translator Beta kommt mir wieder in den Sinn, welch lustigen Experimente man mit Übersetzungsmaschinen machen kann. Umberto Eco hat dies in «dire quasi la stessa cosa» bzw. «Quasi dasselbe mit anderen Worten» auch schon demonstriert.Willkürlich wähle ich einen Anreisser auf der Homepage der New York Times:

übersetzen_nytimes

Übersetzen mit Windows Live Translator

Hiervon wollen wir nur die folgendes übersetzen lassen:

Former Governor Mark Warner said today that he would run for the seat being vacated by John Warner.

Dann lassen wir das in die Übersetzungsmaschine rein und übersetzen es auf Deutsch:

Ehemaliger Gouverneur Mark Warner sagte heute, dass er für den Sitz laufen würde, der von John Warner geräumt wurde.

Abgesehen davon, dass der ehemalige Gouverneur Mark Warner plötzlich sportlich geworden ist und nun einen Wettkampf auf der Rennbahn macht statt eines politischen Wahlkampfes, ist die Übersetzung nicht schlecht geraten.Und jetzt lassen wir das Ganze nochmals auf englisch zurückübersetzen:

Former governor Mark Warner said today that he would run for the seat, which was vacated by John Warner.

Wir haben nicht mehr den ursprünglichen Wortlaut erhalten, so schlecht ist die Rückübersetzung gar nicht. Die Satzkonstruktion mit dem gerund wurde in eine relative clause umgewandelt, dies stört uns aber wohl nicht sonderlich.

Übersetzen mit Google Übersetzung

Schauen wir zum Spass einmal die Übersetzungskünste von Google übersetzen. Wir gehen wieder vom gleichen Ursprungssatz aus:

Former Governor Mark Warner said today that he would run for the seat being vacated by John Warner.

Die einfache Übersetzung ins Deutsche macht schon ein wenig Bauchschmerzen:

Ehemalige Regler-Markierung Warner sagte heute, daß er für den Sitz laufen würde, der von John Warner geräumt wurde.

Aus dem Gouverneur ist plötzlich eine Regler-Markierung geworden, Google kennt das «ß» (nach neuer Rechtschreibung in dass jedoch falsch!) und der Rest des Satzes ist gleich wie diejenige der Windows Live-Übersetzung. Dann wollen wir uns dem Abenteuer Rückübersetzung widmen:

Former automatic controller marking Warner said today that it would run for the seat, which was vacated by John Warner.

Aus Mensch macht Maschine plötzlich Maschine, um sich in guter Gesellschaft zu fühlen. Ausserdem hat sie wohl noch eine Revision bekommen, damit sie noch bis zum Sitz laufen wird… Wollen wir noch eine Übersetzung wagen?

Ehemalige Reglermarkierung Warner sagte heute, daß sie für den Sitz laufen würde, der von John Warner geräumt wurde.

Wow! Reglermarkierung ist plötzlich zu einem eigenen Wort geworden. Was ist das überhaupt?Noch lustiger werden Übersetzungen übrigens, wenn sie nicht nur hin und her übersetzt werden, sondern von der einen in eine andere Sprache. It’s up to you to try it!